21.02.2018 - 20:18 Uhr
Windischeschenbach

Bauausschuss entscheidet über Standort Zoigldenkmal am Stadtplatz

Der Bauausschuss beschäftigt sich am Dienstag mit vielen Fragen. Wo soll das Windischeschenbacher Zoigldenkmal aufgestellt werden? Ist vor dem ehemaligen "Oberpfalz Hof" Platz für eine E-Bike-Ladestation? Welche Straßenlaternen eignen sich am besten?

Die freie Fläche links eignet sich gut als Standort für das Windischeschenbacher Zoigldenkmal - das findet wenigstens der Bauausschuss. Der Pflanztrog soll nicht stehenbleiben. Bild: exb
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Seit einigen Jahren tauscht die Stadt die alten Quecksilberdampflampen gegen neue LED-Beleuchtung aus. Das kostet zwar zunächst Geld, spart aber auf Dauer enorme Stromkosten. Um sich ein genaues Bild machen zu können, trafen sich die Mitglieder des Bauausschusses in der Hans-Böckler-Straße, wo fünf verschiedene Varianten zu Testzwecken montiert waren. Gerhard Schmerber vom Bayernwerk führte das Gremium von Lampe zu Lampe. Das billigste Modell kostet 263 Euro, das teuerste 450 Euro. Unterschiede gibt es nicht nur in der Optik, sondern auch bei der Ausleuchtung.

Einige der Laternen beleuchten nur einen bestimmten Bereich, andere strahlen bis in die Hofeinfahrten und Vorgärten der Anwohner. "Man kann es niemandem recht machen", berichtete Schmerber aus Erfahrung. Manche wären heilfroh, wenn das Licht nicht mehr bis ins Schlafzimmer strahlt, andere hätten es gerne heller.

Während dieser Diskussion gesellte sich ein Anwohner zu der Gruppe, der monierte, dass die Version, die zur Zeit vor seinem Grundstück steht, seine Einfahrt nicht mehr genügend beleuchte. Bürgermeister Karlheinz Budnik gab zu bedenken, dass die Stadt nicht dafür zuständig sei, Privatgrundstücke auszuleuchten, sondern für gutes Licht auf Gehwegen und Straßen sorgen müsse. Festlegen wollten sich die Räte am Dienstag noch nicht, lediglich einige Modelle konnten sie ausschließen.

Weniger problematisch gestaltete sich die Suche nach einem Platz für die Fahrradladestation, die der Landkreis allen Kommunen zur Verfügung stellt. Das Gremium war sich einig, den Ständer zunächst einmal am Stadtplatz vor dem ehemaligen "Oberpfälzer Hof" zu platzieren. Für diesen Standort spricht die Nähe zu allen Zoiglstuben. Die Ladestation lasse sich aber auch unproblematisch versetzten, wenn feststehe, wann welche Bauarbeiten an dem Gebäude ausgeführt werden.

Zoiglnähe ist ebenfalls ein Argument bei der Standortsuche für das Zoigldenkmal. Die Skulptur, die für Neuhaus vorgesehen ist, kommt aufs künftige Marktpodest. Für das Windischeschenbacher Denkmal kann sich das Gremium die freie Fläche Stadtplatz/Ecke Erbendorfer Straße vorstellen. Der Pflanztrog, der hier noch steht, könne versetzt werden. Auch eine Ruhebank würde sich hier gut machen.

Bereits in der vergangenen Sitzung hatte sich das Gremium mit einer Bauvoranfrage von Stefan Windschiegl beschäftigt. Nun liegt der offizielle Antrag vor. Der Unternehmer plant, im Scheibenweg eine Maschinenhalle zu bauen. Der Bauausschuss hat nichts dagegen, die letztendliche Genehmigung erteilt jedoch das Landratsamt. Die Zufahrt soll über die Weberstraße erfolgen. Das Stück Schotterweg zwischen Scheibenweg und Weberstraße wird nicht asphaltiert, das heißt, die Firma Windschiegl muss sich selbst um den Winterdienst kümmern.

Anwohner hatten im Vorfeld Bedenken geäußert. Gegen die Windschiegl-Halle selbst hat niemand etwas, aber einige befürchten, dass auch andere Unternehmen auf die Idee kommen könnten, auf diesem Areal zu bauen. Dies konnte Bürgermeister Budnik dementieren: "Eine weitere Ausweitung ist nicht im Sinne des Bauausschusses", sprach er für die Runde. Zumal es für dieses Gebiet keinen Bebauungsplan gibt.

Man kann es niemandem recht machen.Gerhard Schmerber vom Bayernwerk

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