10.10.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bürgermeister Karlheinz Budnik stellt klar Wir haben keine Geheimnisse

Wolfgang Schick übt in einem Leserbrief Kritik an der Vorgehensweise bei der Kanalsanierung und fordert Bürgermeister Karlheinz Budnik auf, einige Fragen zu beantworten. Der Rathauschef kontert: "Wir haben keine Geheimnisse."

Die Sanierung des Kanalnetzes gehört zu den Aufgaben einer Kommune. Man könne auch die Augen zuzudrücken und den Dingen ihren Lauf lassen, sagt Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Aber genau das würde ich als Missmanagement bezeichnen." Bild: pdtr
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Die Stadt hat nichts zu verbergen. Keine Kommune kann in ihrem Haushaltswesen, und bei der Kalkulation ihrer Beiträge und Gebühren schalten und walten wie sie möchte", ärgert sich Budnik. Die besagten elf Maßnahmen würden mit einem umlegbaren Aufwand von 2,7 Millionen zu Buche schlagen. Den größten Teil davon nimmt die derzeit laufende Maßnahme mit dem Bau eines Regenüberlaufes im Bereich des Schlosshofes ein. "Das sind die Kosten, die aus den elf Maßnahmen resultieren, über die in der Infoveranstaltung ausführlich berichtet wurde." Die Maßnahme Schlosshof sei ausgeschrieben und nach einer Submission zum angebotenen Preis vergeben worden.

"Wir befinden uns im Zeit- und im Kostenplan", macht der Bürgermeister deutlich. Die Verbesserungen im Bereich des Lehnerberges sowie in der Bürgermeister-Gierisch-Straße seien abgeschlossen, die Schlussrechnungen liegen vor. "Damit besteht für rund zwei Drittel aller geplanten Baumaßnahmen bereits jetzt Kostensicherheit."

"Die weiteren Maßnahmen werden in den kommenden drei Jahren ausgeführt und beruhen auf seriösen Kostenschätzungen des Ingenieurbüros", führt Budnik weiter aus. "Darin sind auch Preissteigerungen nach dem sogenannten Preisindex eingerechnet." Da die letzte geplante Maßnahme voraussichtlich erst 2021 abgenommen wird, kann es die Rechnung erst zu diesem Zeitpunkt geben. "Die vierte Rate wird erst dann eingehoben, wenn alles endgültig abgerechnet ist." Dieses Verfahren sei nicht neu. "Es wurde bereits bei der Sanierung der Kläranlage und auch der Wasserversorgung praktiziert", erinnert der Bürgermeister.

"Die Stadt nimmt ihre Aufgabe, für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung Sorge zu tragen, sehr ernst", verdeutlicht Budnik. Man könne auch über alles, was unter der Erde sei, die Augen zudrücken und den Dingen ihren Lauf lassen. "Aber genau das würde ich als Missmanagement bezeichnen."

Obwohl bereits mehrmals angesprochen, kann sich Budnik nur wiederholen: "Der Betrieb einer Abwasseranlage ist kostendeckend zu betreiben, alle Einnahmen sind zweckgebunden zu verwenden." Mit den Abwassergebühren werde der Betrieb der Kläranlage und des gesamten Abwasser- und Kanalsystems sichergestellt. Dazu zählen der Erhaltungsaufwand und Reparaturen. "Verbesserungsmaßnahmen von gesamt rund drei Millionen Euro können nicht mehr mit der derzeit kalkulierten Gebühr ausgeführt werden", gibt der Rathauschef zu bedenken. "Unsere Gebührenkalkulation unterliegt einer regelmäßigen Prüfung und ist auch gegenüber den Bürgern kein Geheimnis."

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.