11.05.2018 - 16:20 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Keine Zukunft für Johannissteig Stadtrat lehnt Antrag ab

Für den Johannissteig scheint es keine Zukunft mehr zu geben. Der Stadtrat lehnt den Antrag der Interessengemeinschaft, die Entwidmung zurückzunehmen, mit 10:9 Stimmen ab.

Nachdem die Bahn ihre Auflagen nicht lockert, sieht der Stadtrat keine Möglichkeit, den Johannissteig wieder zu öffnen. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Entscheidung fiel knapp aus. SPD, Freie Wähler sowie die beiden CSU-Stadträtinnen Brigitte Kreinhöfner und Monika Hartmann hoben ihre Hand pro Johannissteig, die restliche CSU stimmte dagegen. Auch der Antrag von SPD und Freien Wählern auf Vertagung des Themas wurde abgelehnt. Eine Zeit lang sah es so aus, als ob die Bahn ihre strengen Auflagen gelockert hätte, doch eine E-Mail der DB Netz AG, die erst am Sitzungstag eintraf, machte wieder alle Hoffnungen zunichte. "Die Bahn schlägt Kapriolen", umschrieb Bürgermeister Karlheinz Budnik die widersprüchlichen Aussagen, die die Bahn in den vergangenen Jahren von sich gegeben hatte. Das sah auch CSU-Fraktionssprecher Markus Weidner so: "Da weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut."

Werner Sauer von der SPD ist enttäuscht: "Man hätte mit der Bahn noch mal reden können." Er erinnerte an die vielen Unterschriften, die die Interessengemeinschaft vor ein paar Jahren gesammelt hatte. Auch Josef Söllner (Freie Wähler) bezeichnete die Entscheidung als "sehr unglücklich". Er bedauert, dass das jahrelange Engagement der Interessengemeinschaft damit mundtot gemacht wurde.

"Das ist sehr ungünstig gelaufen", sagt Manfred Riebl von der Interessengemeinschaft. Er glaubt, mit einem Gespräche mit der Bahn hätte man alles klären können.

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