10.11.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Neuhauser Marktplatz bekommt neues Aussehen Haus macht Platz fürs Podest

Die Umgestaltung des Neuhauser Marktplatzes kann endlich beginnen. Im Frühjahr soll's losgehen. Architekt Josef Schöberl präsentiert dem Stadtrat neue Pläne für das Marktpodest.

Die Arbeiten am "Binner"-Anwesen am Neuhauser Marktplatz haben begonnen. Im hinteren Teil des Gebäudes erneuern Zimmerleute den Dachstuhl. Das vordere Stück des Hauses soll abgerissen werden. Architekt Josef Schöberl freut sich: "Dadurch entsteht viel Platz für das Marktpodest." Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Lange war nicht klar, was mit dem Binner-Anwesen geschehen soll", sagte der Planer aus Parkstein. Doch nun habe sich die Vorbesitzerin dazu durchgerungen, das Gebäude zu verkaufen. "Ein glücklicher Umstand", freute sich Schöberl, vor allem weil das weitere Vorgehen von der Zukunft des Hauses abhing. "Wir haben viele Vorgespräche geführt." Das Gebäude komplett abreißen und neu bauen, sei eine Option gewesen. Auch an einen Parkplatz habe man gedacht. Mit der Lösung, die sich nun ergeben hat, ist der Architekt mehr als zufrieden. "Der neue Besitzer will das Gebäude in ein Schmuckstück verwandeln", zeigte er sich von den Plänen der Familie Windschiegl begeistert. Der vordere Teil des Hauses soll abgerissen werden. "Das heißt, wir können die Fläche für das Marktpodest verdoppeln", erklärte Schöberl und ist froh, dass das Haus stehenbleiben kann. "So bekommt der Marktplatz optisch Halt."

Bereits im Juni 2016 präsentierte Schöberl dem Stadtrat ein Konzept zur Neugestaltung. Am damaligen Grundgedanken hat sich nichts geändert. Dazu gehört, dass sich die Einmündung zur Burgstraße optisch reduzieren soll. "Wer hier hinein will, soll den Eindruck haben, über einen Platz zu fahren", informierte der Architekt. Bäume als eine Art Tor sollen diese Wahrnehmung verstärken. Im Mittelpunkt des Platzes kann sich Schöberl das Zoigldenkmal vorstellen. Hinzu kommen noch eine Ladestation für E-Bikes, ein Brunnen, Ruhebänke aus Holz und Stahl, ein Schaukasten und eine zusätzliche Infotafel. Auch das Podest selbst wird auf der Seite zur Burgstraße hin mit einer Holzauflage ausgestattet, die als Bank genutzt werden kann.

Gedankenspiele, den Maibaum ebenfalls zu versetzten, verwarf Schöberl wieder. Auf dem Podest selbst sei kein Platz dafür und ihn ein paar Meter weiter in der Burgstraße aufzustellen, sei wegen den Gasleitungen, die dort verlegt sind, nicht möglich. Einige hätten es dennoch gerne gesehen, den Maibaum ins Zentrum zu rücken. Schöberl gab zu bedenken, dass ein neues Fundament erhebliche zusätzliche Kosten verursachen würde. Auch der Brunnen und das Zoigldenkmal standen auf dem Prüfstand. Es kam der Vorschlag, beides zu vereinen. Der Planer versprach mit dem Künstler Harald Bäumler zu sprechen.

Das Gremium stimmte ab, ob das Vorhaben so weiter vorangetrieben werden soll. Ein Großteil war damit einverstanden. Dagegen votierten Matthias Schandri, Josef Söllner, Annette Dietl und Stefan Seitz.

Wir haben viele Vorgespräche geführt.Architekt Josef Schöberl

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