13.06.2016 - 02:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Planungen für energetische Sanierung Zuschuss schnell verplanen

Bürgermeister Karlheinz Budnik und die Stadträte freuen sich noch genauso wie vor ein paar Wochen. Nun wollen sie den Zuschuss von 90 Prozent für die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle schnell in trockene Tücher bringen.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle im Frühjahr 2017 beginnen und 2018 abgeschlossen sein. Bild: Architekturbüro Schöberl
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Architekt Josef Schöberl stellte in der Sitzung die Planung des 1,634 Millionen teuren Projekts vor. Am 24. Mai hat die Stadt die gute Nachricht erhalten, dass sie aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds des Bundes 1,47 Millionen Euro bekommt. Nun muss der Antrag innerhalb von sechs Monaten eingereicht werden. "In den 80er Jahren war die Mehrzweckhalle ein hochmoderner Bau, doch energetisch ist damals nichts berücksichtigt worden", erklärte der Architekt. Die Betonskelettbauweise sei eigentlich sehr gut erhalten. "Da kann man etwas daraus machen."

Sanitäranlagen austauschen

Schöberl schlug vor, nicht nur die Halle energetisch zu sanieren, sondern auch andere Maßnahmen mit einzubeziehen. Dazu zählen der Fußboden, die Sanitäranlagen, die Kücheneinrichtung und der Brandschutz. Auch die behindertengerechte Anbindung ins Obergeschoss sollte überprüft werden. Nach dem Umbau kann der Energiebedarf von 368 Kilowatt pro Quadratmeter auf 219 Kilowatt gesenkt werden. Allein durch den Austausch der Beleuchtungskörper lassen sich 60 Prozent der Stromkosten einsparen.

Ein wichtiger Punkt der energetischen Sanierung stellt die Fassadendämmung dar. Möglich sei eine Außendämmung mit Faserzementplatten, auch das Dach weise bis jetzt nur unzureichende Isolierung auf. Aus der veralteten zweifachen wird eine dreifache Verglasung. Sämtliche Türen werden erneuert. Und die West- und Ostseite bekommt einen Sonnenschutz mit Steuerung.

Wärme aus der Schule

Beheizt wird die Mehrzweckhalle seit Jahren durch die Hackschnitzheizung in der Schule, die "relativ gut in Schuss ist". Laut Schöberl müssen aber Umwälzpumpen ausgetauscht, Leitungen isoliert und Thermostatköpfe erneuert werden. Ebenso ist bei den lufttechnischen Anlagen einiges zu machen.

Einen großen Teil nimmt die Ertüchtigung der Elektroinstallation ein. Geplant ist, die komplette Beleuchtung auszutauschen. Die alten Stromfresser werden durch moderne LED-Leuchten ersetzt. Voraussichtlich im Frühjahr 2017 rücken die Handwerker an. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte die Sanierung 2018 abgeschlossen sein.

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