Regierung stellt Zuschüsse in Aussicht
Schöner wohnen im Hotel

Grünes Licht für schönes Wohnen in der Stadt. Im "Oberpfälzer Hof" sollen moderne, barrierefreie Wohnungen entstehen. Bild: Schönberger
Politik
Windischeschenbach
12.10.2017
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Die Stadt wächst. "Erstmals seit der Wiedervereinigung sind die Einwohnerzahlen gestiegen", freut sich Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Deshalb ist es für uns um so wichtiger, modernes Wohnen möglich zu machen", betont er und spielt damit auf den Kauf des "Oberpfälzer Hofs" an.

Mittlerweile seien die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen worden. "Dem Vorhaben steht nichts mehr im Weg." Wie schon mehrmals betont, weist der Bürgermeister darauf hin, dass die Planungen auf modernes, barrierefreies Mehrgenerationenwohnen abzielen. "Das hat nichts mit sozialem Wohnungsbau zu tun", stellt Budnik klar. Viele können oder möchten nicht bauen, wollen aber dennoch in modernen Wohnungen leben. Und genau an diese Zielgruppe richtet sich das Angebot. Der Bedarf sei da. Das machen die aktuellen Einwohnerzahlen deutlich. Laut der Statistik zum Stichtag 30. Juni 2016 leben 5029 Menschen in Windischeschenbach. Das sind 38 mehr als noch zum 31. Dezember 2015. Diese Zunahme hat nichts mit Flüchtlingszahlen zu tun, sondern ist auf einen geburtenstarken Jahrgang und etliche Zuzüge zurückzuführen.

"Natürlich haben wir in Windischeschenbach das Landkreissiedlungswerk und die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft, doch die Häuser stammen aus den 50er Jahren, sind nicht barrierefrei, haben weder Balkon, Terrasse noch zeitgemäße Bäder." Seit Mitte der 90er Jahre sei im Wohnungsneubau wenig geschehen. "Uns fehlen moderne Wohnungen in öffentlicher Hand." Budnik bedauert, dass Investoren eher in Weiden aktiv werden. "Ich kann das verstehen, das ist lukrativ." Und genau aus diesem Grund sei es für die Stadt wichtig, solche Dinge selbst in die Hand zu nehmen. "Auch wenn der Wohnungsbau keine klassische Aufgabe einer Kommune ist," gibt er zu.

Dennoch: Die Gemeinden bekommen derzeit Rückdeckung vom Freistaat, der dazu ein eigenes Förderprogramm aufgelegt (siehe Kasten). Auch die Regierung der Oberpfalz hat bereits grünes Licht signalisiert.

Förderprogramm des FreistaatesMit dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm werden Gemeinden unterstützt, selbst Wohnraum zu planen und zu bauen.

Das Vierjahresprogramm zielt darauf ab, den Neubau von jährlich mindestens 1500 Wohnungen zu fördern. Dafür stellt der Freistaat von 2016 bis 2019 ingesamt 600 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm sollen Wohngebäude gefördert werden, die langfristig nutzbar sind und dem Ziel einer geordneten städtebaulichen Entwicklung entsprechen. Infos: www.innenministerium-bayern.de/buw/wohnen

Angemerkt

Nicht jeder will bauen

Wer zählt zu den einkommensstarken Haushalten? Die meisten von uns müssen nicht lange nachdenken, um diese Frage zu beantworten. Doppelverdiener mit gut bezahlten Jobs, Chefs von Unternehmen, Menschen in Führungspositionen wie Manager, Bankdirektoren oder Ärzte. Aber was ist mit all den anderen, die jeden Tag zwar fleißig zur Arbeit gehen, aber dennoch nicht in der Lage sind, soviel Geld zur Seite zu legen, um sich ein Eigenheim zu leisten? Dazu zählen Bäckerfachverkäuferinnen, einfache Angestellte, Fabrikarbeiter, auch Alleinerziehende oder der alleinverdienende Familienvater. Auch diese Leute wollen in schönen, modernen, aber bezahlbaren Wohnungen leben.
Und genau solche Menschen möchte der Freistaat Bayern mit dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm unterstützen. Eine gute Sache! Die Stadt Windischeschenbach ist mit ihren Plänen für mehr Wohnraum auf dem richtigen Weg. Sie hat sich entschlossen zu handeln und nicht darauf zu warten, dass der Gebäudekomplex des „Oberpfälzer Hofs“ irgendwann verfällt.
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