13.12.2017 - 16:42 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Region freut sich über Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen Fit im Kampf gegen den Terror

Die Region jubelt. Das Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen soll im Gewerbepark Neuhaus gebaut werden. "Das geschlossene Vorgehen der Landkreise Neustadt, Tirschenreuth und der Stadt Weiden ist letztendlich belohnt worden", freut sich Landrat Andreas Meier.

Die Halle im Gewerbepark Neuhaus und das Gelände rundherum bieten viel Platz für das neue Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen. Zunächst wird das Gebäude umgebaut, dann soll eine weitere Halle auf dem Grundstück dahinter folgen. Bild: Lukas Meister
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Weiden/Windischeschenbach. Ausgangspunkt für diese erfolgreiche Bewerbung sei sicherlich auch die damalige Entscheidung der drei Gebietskörperschaften für das interkommunale Atemschutzzentrum Nordoberpfalz gewesen, das jetzt einen perfekten Anknüpfungspunkt für das neue Ausbildungszentrum bietet, betont Meier. "Ich danke in erster Linie meinem Landratskollegen Wolfgang Lippert und OB Kurt Seggewiß, dass sie damals meine Idee zu dieser gemeinsamen Atemschutzhalle, in der ja auch der Katastrophenschutz des Landkreises Neustadt eine neue Heimat gefunden hat, unterstützt und mitgetragen haben", sagt der Landrat. "Das ist unser aller Erfolg."

Franz Rath, BRK-Geschäftsführer des Kreisverbandes Weiden-Neustadt, sieht das ähnlich. "Das neue Ausbildungszentrum ist eine Bereicherung", betont er. "Ich denke vor allem an unsere Helfer, die von den kurzen Wegen profitieren." Er sei froh, dass die Entscheidung zugunsten der Region gefallen ist. "Die ganze nördliche Oberpfalz hat etwas davon", ist er sich sicher. Rath war auch Teilnehmer der Beratungsgruppe in München, die sich im Sommer 2016 zum ersten Mal getroffen hat.

Ebenfalls Grund zur Freude hat Windischeschenbachs Bürgermeister Karlheinz Budnik. Er denkt an mögliche Arbeitsplätze und die Synergieeffekte für viele Betriebe in und um Windischeschenbach. Dazu zählen Bäcker, Metzger, Lebensmittelgeschäfte und auch die Gastronomie mit Übernachtungsmöglichkeiten. Die Planer des BRK hätten sich auch darüber im Vorfeld Gedanken gemacht und seien zu dem Schluss gekommen, dass die Kapazitäten vorhanden sind oder dementsprechend angepasst werden könnten. Was das nun genau für das Bettenangebot in der Stadt heißt, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkreter formuliert werden.

Das Ausbildungszentrum soll nicht nur den BRK-Kräften zur Verfügung stehen, sondern ein Trainingsort für alle Helfer, auch für die Polizei, werden. Wenn es nach Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, geht, können im Herbst 2018 die ersten Seminare abgehalten werden. Die Atemschutzstrecke, die in der Neuhauser Halle untergebracht ist, bleibt ebenso bestehen wie die Räume für den Katastrophenschutz. Der Teil, der zur Zeit noch an eine Firma vermietet ist, soll umgebaut werden. Stärk spricht von einem Eisenbahnwaggon und einer kleinen Ladenzeile - "um beispielsweise einen Amoklauf simulieren zu können". Diese Möglichkeiten würden natürlich mit der Polizei abgesprochen.

Zunächst werden 5 Arbeitsplätze entstehen. "In Phase zwei werden es 15 bis 20", blickt der Landesgeschäftsführer in die Zukunft. Dann soll eine weitere große Halle auf dem angrenzenden Grundstück gebaut werden. Bis zu 100 Einsatzkräfte könnten dann gleichzeitig geschult und trainiert werden.

Stärk lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit allen Behörden im Landkreis. "Wir haben jegliche Unterstützung bekommen, das ist nicht überall so." (Seite 6)

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