15.09.2017 - 20:02 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Stadt erhebt Ergängzungsbeiträge Rechenbeispiele: Vier Raten

Dass die Bürger zur Kasse gebeten werden, lässt sich nicht immer vermeiden. Verschiedene Kanalbaumaßnahmen der vergangenen drei Jahre zwingen die Stadt jedoch, Verbesserungsbeiträge zu erheben. Der Kämmerer schlägt eine Mischkalkulation vor.

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Liste der Arbeiten ist lang: Dazu gehört die Erneuerung des Kanalsystems am Lehnerberg, in der Bürgermeister-Gierisch-Straße, am Schlosshof, in der Neustädter Straße, der Wurzer und Schönfichter Straße. Ebenfalls dazu zählen die Kostenbeteiligung an der Kläranlage Krummennaab (Entwässerung Bernstein), ein Prozessleitsystem mit GPRS-Manager für die Windischeschenbacher Kläranlage, die Nachrüstung aller Pumpwerke mit Fernmelde- und Informationstechnik sowie noch einige andere Erneuerungen an den Pumpwerken. In der Summe kosten all diese Maßnahmen 2,2 Millionen Euro. Die Stadt plant zwar 80 Prozent von dieser Summe über Ergänzungsbeiträge zu erheben, hat aber dennoch im Vorfeld die Möglichkeiten durchkalkuliert, den Betrag komplett über Gebühren zu finanzieren.

Diese Variante sieht vor, einen Euro mehr pro Kubikmeter Wasser zu verlangen. Bei einer geschätzten Jahresmenge von 150 Kubikmetern würde das für eine vierköpfige Familie bedeuten, dass sie 150 Euro pro Jahr mehr zahlen muss - und das 25 Jahre lang. "Egal, welches System wir wählen - gerecht ist es nie", gab Bürgermeister Karlheinz Budnik zu.

Die zweite Variante betrifft deshalb nicht alle Bürger, sondern nur Haus- und Grundstücksbesitzer. Hier beträgt der vorläufige Beitragssatz pro Quadratmeter Grundstücksfläche 0,23 Euro und pro Quadratmeter Geschossfläche 1,72 Euro. Der Besitzer eines Einfamilienhauses mit einer Geschossfläche von 230 Quadratmeter und einer Grundstücksgröße von 545 Quadratmeter müsste mit 520 Euro rechnen. Dieser Betrag muss nicht auf einmal gezahlt werden, sondern in vier Raten. Das Gremium entschied sich für die zweite Option und stimmte der Beitragssatzung zu. "Nur über die Gebühren abzurechnen, ist auf Dauer zu viel", sagte CSU-Sprecher Markus Weidner und sprach von "moderaten Beträgen". Ähnlich sahen das Werner Sauer (SPD) und Josef Söllner (Freie Wähler): "Eine vernünftige Lösung."

Infoabend

Die Stadt lädt am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr zur Informationsveranstaltung in die Aula der Schule ein. Thema sind die Verbesserungsbeiträge (siehe Artikel). An diesem Abend haben die Bürger die Gelegenheit, sich die Berechnung der Kosten genau erklären zu lassen. (mic)

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