Stadtrat trifft Entscheidung
Kinderoase soll wachsen

Wie kann die Kinderoase erweitert werden? Die Kindergartengruppe hätte im Westen Platz, die Krippe im Süden. Bild: exb
Politik
Windischeschenbach
09.11.2017
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Welcher Kindergarten lässt sich aus baulicher Sicht problemloser erweitern? Architekt Armin Juretzka listet dem Stadtrat alle Vor- und Nachteile der beiden Standorte auf. Das Gremium entscheidet sich letztendlich für die Kinderoase Windischeschenbach, obwohl für das Kinderhaus Heilig-Geist mehr Punkte sprechen.

Um eine Erweiterung kommt die Stadt nicht herum. Nach aktuellen Berechnungen des Kreisjugendamtes benötigt Windischeschenbach eine weitere Krippen- und Kindergartengruppe. Das Architekturbüro Juretzka hatte den Auftrag bekommen, die bauliche Situation in den beiden Kindergärten zu prüfen. Reichen die Grundstücksflächen? Ist ein weiterer Bodenaustausch möglich? Welche Baukonstruktion kommt in Frage? Reichen Heizung und sanitäre Anlage für zusätzliche Kinder aus? Ist der Platz im Garten genügend? Diese und viele weitere Fragen standen auf Juretzkas Liste. Für eine Erweiterung in Neuhaus sprachen schließlich 13 Punkte dafür und fünf dagegen. Windischeschenbach bekam nur sieben Pluspunkte, dafür aber 19 Minuspunkte.

Das Gremium machte sich die Entscheidung nicht leicht. Ein 100-prozentiges Ja oder Nein für eine der beiden Varianten gab es nicht. Weitere Vorschläge waren der Bau eines dritten Kindergartens, die Aufteilung der Gruppen auf beide Standorte und ein erster Stock für die Kinderoase. Doch diese Lösungen schienen in der Umsetzung noch größere Probleme aufzuwerfen.

Daniela Eckstein, Leiterin der Neuhauser Einrichtung, die als Besucherin in der Sitzung war, zeigte sich über eine Erweiterung des Kinderhauses Heilig-Geist wenig begeistert: "Wir müssten dann unser gesamtes offenes Konzept umwerfen", antwortete sie auf die Bitte von Bürgermeister Karlheinz Budnik, dazu Stellung zu nehmen.

Ungeachtet aller baulichen Hindernisse tendierte ein Großteil des Stadtrats zur Erweiterung der Kinderoase. In Windischeschenbach gebe es derzeit mehr Bedarf an Plätzen, war die Meinung. Das neue Baugebiet in der Nähe spreche ebenfalls dafür. Die SPD hätte die schwierige Entscheidung gerne auf die Dezember-Sitzung verschoben, doch der Bürgermeister gab zu bedenken, dass durch einen Aufschub nur wertvolle Zeit verloren gehe. Auch die Frage nach den Kosten blieb unbeantwortet. "Darüber zu sprechen, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Es müssen noch viele Fachleute hinzugezogen werden", sagte der Architekt, Armin Juretzka.

Der Beschluss fiel schließlich nicht einmütig. Das Gremium entschied sich, gegen die Stimmen von Maria Adam, Stefan Seitz, Reimund Zeitler und Monika Hartmann, in Windischeschenbach anzubauen.
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