02.02.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

DGB-Ortskartell: Wieder mehr Beschäftigte in Windischeschenbach Werben für Betriebsratswahlen

Die Statistik belegt es: In Firmen mit Betriebsrat verdienen die Mitarbeiter mehr. Das ist nur einer von vielen Gründen, warum das DGB-Ortskartell allen ans Herz legt, eine Arbeiternehmervertretung zu wählen.

Das DGB-Ortskartell unter dem Vorsitz von Manfred Haberzeth (Zweiter von rechts) diskutiert im Sportheim, warum ein Betriebsrat nicht nur für Arbeitnehmer wichtig ist. DGB-Regionssekretär Peter Hofmann (Dritter von rechts) begleitet die Veranstaltung. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Manfred Haberzeth, der den Abend organisiert hat, freute sich über die vielen Interessenten, die zur Versammlung ins Sportheim gekommen waren. Auch DGB-Regionssekretär Peter Hofmann nahm an der Inforunde teil. "Wir wollen heute darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein Betriebsrat ist", sagte Haberzeth. In Windischeschenbach gebe es viele Firmen, die zwar mehr als fünf Mitarbeiter haben, aber dennoch ohne Arbeitnehmervertretung sind.

2017 standen knapp 1500 Menschen in der Stadt in Lohn und Brot. Zum Vergleich: In den Spitzenzeiten Mitte der 1980er Jahre hatte Windischeschenbach 2500 Arbeitnehmer, in der Talsohle, die um die Jahrtausendwende erreicht war, nur 890. "Generell nimmt die Zahl der Beschäftigten wieder zu", informierte Haberzeth die Runde. Das Ortskartell stehe allen Arbeitnehmern, die planen, einen Betriebsrat zu gründen, mit Rat und Tat zur Seite. Niemand müsse vor dem Schritt Angst haben.

Haberzeth nannte noch einige interessante Zahlen. In Bayern liege der Jahresdurchschnittsverdienst bei 25 000 Euro brutto, in der Oberpfalz bei 22 000 Euro und im Landkreis Neustadt bei nur 20 000 Euro. "Es gibt viele sehr viele Berufsbereiche, die unter 10 Euro in der Stunde verdienen." Deshalb macht er deutlich, wie wichtig es sei, nicht auf die Einflussnahme im Betrieb zu verzichten.

"Ein Betriebsrat muss nicht unbedingt negativ für ein Unternehmen sein", fügte SPD-Stadtrat Reimund Zeitler hinzu. Ein reger Austausch könne durchaus eine Bereicherung für beide Seiten sein. "Denn es soll den Mitarbeitern ja gutgehen." An diesem Abend berichteten auch verschiedene Betriebsratsmitglieder, die in Firmen in der Region arbeiten und in Windischeschenbach wohen, von ihrer Arbeit. Das Resümee: Man könne jedem nur empfehlen sich zu diesem Thema Gedanken zu machen.

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