08.02.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

Die besten Rocksongs locken das Schafferhof-Publikum aus der Reserve Stürmische Nacht mit Stormy Monday

Neuhaus. (gge) Rolling Stones, Peter Frampton, Led Zeppelin. Den Fans dieser Musik steigt schon bei den Gedanken daran der Adrenalinspiegel. Die besten Songs dieser Rockgrößen, vereint auf einer Bühne, sind ein Garant für einen großartigen Abend. Dazu hatten die fünf Musiker von "Stormy Monday" eingeladen, die aus Idstein, Hessen, angereist waren.

von Autor gagProfil

"Angefangen haben wir damals mit Blues, und das machen wir heute auch", kündigte Frontmann Jörg Steiner (voc, git) an. "Keep your hands to yourself" von den Georgia Satellites und besonders der "Hoochy Coochy Man" von Eric Clapton erfüllten dieses Versprechen. Seit über 20 Jahren verwöhnt die Rock-Cover-Band "Stormy Monday", deren Bandname sich vom bekannten "Stormy Monday Blues" ableitet, schon die Rockfans in Deutschland. Und hat nun endlich den Weg in die Oberpfalz gefunden, im Gepäck die besten Classic-Rock-Songs der späten 60er und 70er bis in die 90er-Jahre.

Von "Old Love" (Eric Clapton) über etliche Led-Zeppelin-Hits ("The Ocean", "Black dog" und ein großartiges "Whole Lotta Love") bis zu AC/DC und Westernhagen (Sexy, Pfefferminz) - die Stimmung stieg sehr schnell ins Unendliche. Es wurde richtig heiß und wild auf der Tenne, besonders in der zweiten Halbzeit. Dazu trug allerdings auch die Heizung im Schafferhof bei, die der Wirt Kitty auf volles Rohr gestellt hatte. "Born to be wild" von Steppenwolf oder "Brown Sugar" von den Rolling Stones legten gleich noch "eine Schippe nach".

Sehr authentisch präsentierten die fünf Hessen die besten Kracher aus einer unnachahmlichen Rock-Ära, deren Fans zwar ebenso in die Jahre gekommen sind, aber trotzdem allmählich abrockten "wie damals". Auch eine fröhliche Horde junger Männer, die im Schafferhof Junggesellenabschied feierten, mischte sich unters Tanzvolk. Doch nicht nur Coverhits, auch ein eigener Song war dabei. Vor 15 Jahren wollten sie damit ansingen gegen die negativen Folgen der Globalisierung, die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen, die Ursachen für steigende Arbeitslosigkeit. Nicht ahnend, dass heute der Titel "Globalization" aktueller denn je sein würde.

Sänger Jörg Steiner schrie laut an gegen das Unrecht, an dem sich bis heute nichts geändert hat, trotz vieler scheinheiliger Versprechen der Politik. Weinend melancholisch begleitete Klaus Kolbe auf dem Keyboard den Song, der mit einem Gitarrensolo ausklang. Großartige Soli spielten auch die anderen drei Musiker. Raimond Seufert an den Drums verzog dabei im Gegensatz zu den anderen jedoch keine Miene. Auch nicht, als die Fans sein minutenlanges Drum-Solo lautstark bejubelten.

Zu den Höhepunkten der historischen Live-Events des Quintetts zählen Gigs beim Hessentag in Idstein, beim Idstein-Jazz-Festival und bei Idstein Live. Im Herbst 2017 hatten sie in Rheinland-Pfalz einen gefeierten Auftritt beim Harzofen-Blues-Festival. Doch gerade in Neuhaus in der Oberpfalz hat es ihnen dermaßen gut gefallen, dass sie versprachen, wiederzukommen. Vielleicht sogar mit ihren Familien.

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