15.10.2017 - 19:12 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Firmung in der Stadpfarrkiche St. Emmeram "Ich bin immer bei euch"

"Ihr habt die Zusage: Auf Jesus Christus könnt Ihr euch verlassen." Das versichert Stadtpfarrer Hubert Bartel den Firmlingen beim Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Emmeram.

v. re. nach li: Pfarrvikar Ozioko, Ruhestandsgeistlicher Reich, Stadtpfarrer Bartel, Praffer Wundlechner, Weihbischof Pappenberger
von Inge WürthProfil

Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte die Eucharistiefeier zusammen mit Stadtpfarrer Hubert Bartel, Pfarrvikar Edwin Ozioko, dem Ruhestandsgeistlichen Franz Reich und Pfarrer Manfred Wundlechner von der Pfarreiengemeinschaft Wurz-Püchersreuth-Wildenau. Auch Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm, die zusammen mit den Priestern die Vorbereitung der Firmlinge übernommen hatte, begleitete ihre Schützlinge.

Der Firmspender stieg humorvoll in seine Predigt ein, bedankte sich für die netten Grußworte zu seinem Kommen und meinte: "Ich hatte ja keine andere Wahl." Als lokalen Bezug verglich er die Geschehnisse um das Sakrament der Firmung mit einer "Tiefbohrung".

Die Jünger seien beim Pfingstereignis zuerst verstört und verschreckt gewesen, aber dann sei etwas Unglaubliches geschehen, wie der Prediger formulierte: "Sie gingen in die ganze Welt, standen zu ihrem Glauben und verkündeten ihn." Pappenberger ging auf die Hintergründe der Firmung ein: Die Zeit der Spendung am Morgen oder Vormittag symbolisiere einen Anfang, der Firmspender stehe in der Jünger- und Apostelnachfolge. Die Firmung solle kein "Nachspielen" von Pfingsten sein, sondern für die jungen Menschen solle jetzt Pfingsten Wirklichkeit werden. Die jungen Menschen, die das Sakrament empfingen, seien keine Schauspieler und nicht perfekt, aber der Auferstandene gebe das Versprechen, "Ich bin immer bei euch".

In der heutigen Zeit gebe es vielerorts wieder Christenverfolgung, dies sei bei uns weniger dramatisch, aber trotzdem appellierte Pappenberger an die jungen Leute: "Geht raus in die Welt und zeigt, zu wem wir gehören; in allem was wir tun, den ganzen Lebensweg hindurch." Bei der Spendung des Sakramentes wurde jeder Bewerber persönlich mit Namen angesprochen und durch Handauflegung, Salbung mit Chrisam und Besiegelung mit dem Kreuz zu einem "erwachsenen" Christen.

Die Paten begleiteten die Firmlinge vor den Altar und legten ihnen die Hand auf die Schulter. Weihbischof Pappenberger sprach mit jedem Jugendlichen auch noch ein paar persönliche Worte. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst vom Chor "Bella Voce" unter Leitung von Chordirektor Helmut Wolf. Pfarrgemeinderatssprecher Simon Mauerer wandte sich am Ende der Messe an die Gläubigen und betonte die Bedeutung von motivierten Jugendlichen. Die Firmlinge kamen in diesem Jahr aus der Pfarreiengemeinschaft St. Emmeram und Hl. Geist; zusätzlich zu den Windischeschenbachern, Neuhausern und Bernsteinern wurden auch Jugendliche aus der Pfarrei Wurz-Püchersreuth-Wildenau gefirmt.

Sie zählten mit 21 Personen zur Gesamtzahl von 68 Firmlingen, wobei sich Jungen und Mädchen diesmal das Gleichgewicht hielten. Weihbischof Pappenberger stand nach der Eucharistiefeier geduldig für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Die Dankandachten wurden in Heilig-Geist Neuhaus und St. Quirin gefeiert.

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