24.10.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Für das "Binner"-Anwesen gibt es einen Käufer Schandfleck ade

Einem erfolgreichen Umbau des Marktplatzes scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Das sogenannte Binner-Haus ist verkauft. Der neue Eigentümer plant zunächst das Dach des alten Gebäudes zu sanieren.

Um ihren Übernachtungsgästen ausreichend Parkplätze anbieten zu können, ersteigert die Familie Bäumler ein altes Gebäude in der Neuhauser Straße und lässt es wegreißen. Bild: Schönberger
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Für das heruntergekommene Haus am Eingang der Burgstraße gab es mehrere Interessenten. Die bisherigen Besitzer hatten Wert darauf gelegt, dass das Anwesen nicht komplett abgerissen wird. Das wird auch der Grund gewesen sein, warum so mancher potenzielle Käufer den Zuschlag nicht bekommen hat.

Bereits am Samstag bauten Helfer ein Gerüst auf. Angeblich sei geplant, nur den hinteren Teil des Hauses zu sanieren. Das vordere Stück Richtung Marktplatz solle der Abrissbirne zum Opfer fallen. Genaue Pläne gibt es aber noch nicht. Der Käufer wollte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiter dazu äußern: "Dazu ist es einfach zu früh."

Auch der Stadtrat hat sich Gedanken gemacht, wie das Gelände, das den Marktplatz mit der Burgstraße verbindet, aufgewertet werden kann. Das ist allerdings schon eine Weile her. Im Juni 2016 stellte Architekt Josef Schöberl aus Parkstein dem Gremium eine 3-D-Präsentation vor, wie die Zufahrt zur Burgstraße einschließlich dem Gelände vor dem "Binner"-Haus nach der Sanierung einmal aussehen könnte.

"Der Platz muss irgendwie alles können", lautete damals die Vorgabe. Zum einen soll er sich zum Marktplatz hin öffnen, zum anderen soll er Verkehr in der Burgstraße verhindern. Schöberl schlug eine Art Podest vor, das ein Ort zum Verweilen werden könnte, an dem Wanderer rasten und sich informieren können.

Der Planer dachte an eine zurückhaltende Gestaltung mit Granit, Glas, Stahl und Bodenstrahlern. Bäume sollen Schatten spenden und Sitzgruppen zum Verweilen einladen. Allerdings diente die Präsentation im vergangenen Jahr nur der Orientierung. Wie weit die Pläne tatsächlich so umgesetzt werden, ist noch nicht sicher, denn für die genaue Umsetzung gibt es noch keinen Stadtratsbeschluss.

Nur ein paar Hundert Meter weiter hatten Arbeiter in den vergangenen Wochen ebenfalls jede Menge zu tun. Eine Baufirma riss das Gebäude in der Neuhauser Straße komplett ab. Die Familie Bäumler, die das Hotel-Gasthof "Zum Waldnaabtal" betreibt, hatte das Anwesen im Mai ersteigert, um auf dem Areal Parkplätze für die Gäste zu schaffen.

Inzwischen steht das Haus nicht mehr. Doch bis Autos auf dem Platz parken können, müssen noch Restarbeiten erledigt werden. Die Familie Bäumler plant außerdem zwei Stellplätze für Elektroautos.

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