29.12.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Für ein ruhiges Neujahrsfest entscheiden sich 70 Gäste im Haus Johannisthal: Besinnlich statt ausufernd

Feiern bis zur Besinnungslosigkeit ist sicher nicht jedermanns Vorstellung von einem stimmungsvollen Fest. Alleine in der dunklen Stube sitzen aber auch nicht. Für ein ruhiges Neujahrsfest entscheiden sich deshalb 70 Gäste im Haus Johannisthal.

Manfred Strigl vor seinem Ort der Ruhe. Die Marienkapelle ist nur wenige Hundert Meter vom Haus Johannisthal entfernt. Bild: Trott
von Redaktion OnetzProfil

Schon zu Weihnachten waren 35 Besucher im Haus. Dort konnten sie nicht nur Gott, sondern auch gleichgesinnten Mitmenschen begegnen. Auch der Natur im Waldnaabtal und sich selbst kamen sich die Teilnehmer näher.

"Ein buntes Programm zu vielfältigen Themen lockte die Menschen in der Weihnachtszeit zu uns", verrät Direktor Manfred Strigl. Die Gäste waren im Alter zwischen 40 und 80 Jahren. So hätte die Jugend den Geschichten über vergangene Zeiten lauschen können. Sehnsüchte, Erwartungen und Sorgen seien ebenfalls thematisiert worden. Neben Gruppen- und Einzelgesprächen sei auch Freiraum geboten worden. Den Weihnachtsbaum hätten die Teilnehmer mit Selbstgebasteltem geschmückt. Jeder konnte ein Teil von sich mit einbringen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit weihnachtlicher Musik, festlichen Gottesdiensten, weihnachtlichen Geschichten und leckeren Speisen.

"So abwechslungsreich wie das Programm sind auch unsere Gäste", erklärt Pfarrer Strigl. Gekommen seien Alleinstehende, Geschwister und auch Ehepartner. Manche wollten der Hektik des Alltags entfliehen, und andere würden die Atmosphäre nutzen, um ihrer Trauer zu begegnen.

Für die Besinnungstage zum Jahreswechsel haben sich sogar 70 Personen angemeldet. Viel mehr wäre gar nicht zu bewerkstelligen. "Auch hier sind die Gründe vielfältig. Die einen nehmen Rücksicht auf die Jugend. Sie lassen die jungen Leute zu Hause ihre Party feiern und schauen hier gemeinsam singend, betend und feiernd auf das abgelaufene Jahr zurück", meint der Regionaldekan. Auch Kräfte für das kommende Jahr könne man sich im Haus Johannisthal holen. Schnell würden die Teilnehmer ihre Ängste verlieren und in eine angenehme Leichtigkeit verfallen. Geplant sei neben einem versöhnlichen Abschluss, in dem die Teilnehmer die Sorgen des Jahres hinter sich lassen, auch ein Blick auf das neue Jahr. Eine Silvester-Mitternachtsandacht würde aber genauso wenig wie ein Anstoßen beim Mitternachts-Büfett fehlen.

"Das Programm für das kommende Jahr steht schon", erzählt Strigl. Viele tolle Veranstaltungsreihen aus 2017 würden auch 2018 wieder stattfinden. Auch sein Highlight, die mehrtägigen Tanzexerzitien, seien wieder mit dabei. Dies biete eine vollkommen neue Erfahrung, bei der sich die Elemente der klassischen Einzelexerzitien mit dem meditativen Tanz verbinden. Dieses Programm in Verbindung mit den gemütlichen Unterkünften sei ein tolles Erlebnis.

"Wenn die Menschen zu uns kommen, fühlen sie sich sofort wohl und umsorgt. Es ist ein spirituell geprägter Ort der Begegnung, aber auch der Ruhe", meint der Priester. Auch er habe einen Lieblingsplatz auf der Anlage gefunden. Der Ort, an dem er abschalten und die Seele baumeln lassen kann, ist die Marienkapelle. Sie ist wenige Hundert Meter vom Haus entfernt, direkt im Wald und weihnachtlich geschmückt. Auch für die Natur um die Anlage hat er einen Geheimtipp. "Wo der Kanal der ehemaligen Glasschleife in die Waldnaab übergeht, in der Nähe der Fischtreppe, hat sich ein wunderschönes Becken gebildet", verrät Strigl.

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