Initiatoren wollen höchsten Landbohrturm der Welt ins Bewusstsein heben
Zoiglgänger sorgen für Licht

Im Rathaus öffneten "Leuchtturmwärter" Ludwig Lindner, Initiator Norbert Neugirg, Fördervereins-Vorsitzender Georg Stahl, Bürgermeister Karlheinz Budnik und der wissenschaftliche Leiter des Geozentrums, Frank Holzförster, den KTB-Spendenturm, den Zoiglgänger in eineinhalb Jahren mit Münzen und Scheinen gefüllt hatten. Bild: ui

Die Initiatoren einer Spendenaktion wollen den höchsten Landbohrturm der Welt über dem tiefsten Bohrloch weltweit ins Bewusstsein der Menschen heben.

580 Euro in Scheinen und 40,90 Euro in Münzen zählten Karlheinz Budnik, Frank Holzförster, Georg Stahl und Norbert Neugirg, nachdem "Leuchtturmwärter" Ludwig Lindner mit einem Akkuschrauber die Spendebox aus der Mini-Ausführung des KTB-Bohrturms herausgearbeitet hatte. Holzförster, der wissenschaftliche Leiter des Geo-Zentrums, stockte um 10 Cent auf, Stahl sah sich als Vorsitzender des Fördervereins gefordert und erhöhte um 30 Euro auf 651 Euro. Zum dritten gab dann Bürgermeister Budnik noch einmal 50 Euro, so dass Holzförster 701 Euro auf das Konto des Fördervereins einzahlen durfte.

Eineinhalb Jahre lang hatte Lindner die von Mittelschülern gebaute Turmspardose von Zoiglstube zu Zoiglstube getragen. Dort stand sie dann jeweils vier Tage und wurde von den Gästen gefüttert. Neben den Einnahmen für die Beleuchtung des großen Turmes an der KTB geht es Initiator Neugirg mit der Spendenaktion darum, die Bürger zu sensibilisieren, dass es in der Stadt etwas einmaliges gibt. "Wir haben hier den höchsten Landbohrturm über dem tiefsten offenen Bohrloch weltweit." Holzförster will bei der Finanzierung durch Lichtpaten und die Spendenaktion auch verdeutlichen, dass Licht nicht kostenlos zu bekommen ist. Außerdem könne der Förderverein keine großen Sprünge machen, "Aber wie ich sehe, sind eine Menge Zoiglgänger bereit gewesen, zu spenden." Für 2017 sei die Beleuchtung sichergestellt, für die Heinrich Popp 2015 energiesparende LED-Strahler finanziert hatte.

"Zoiglbier, die Kontinentale Tiefbohrung und Norbert Neugirg sind einmalige Werbeträger für Stadt, Region und weit darüberhinaus", betonte Stahl. "Wir wären hirnvernagelt, wenn wir das nicht als Werbeträger nutzen würden", ergänzte Neugirg. Der Spendenturm wird dazu auch in Zukunft in den Zoiglstuben stehen. Denn: "Wir sind weiterhin auf Spender und Förderer angewiesen", weiß nicht nur Stahl.

Um den Turm irgendwann noch besser zur Geltung kommen zu lassen, ist noch einiges Geld nötig. So bunt wie beim Probeleuchten im Dezember (wir berichteten) wird der Stahlgigant sich aber wohl kaum präsentieren. "Zu teuer", urteilte Neugirg am Rand der Spardosenleerung. Auch Künstler Axel T. Schmitt hat sich schon Gedanken über ein Beleuchtungskonzept gemacht. Ausgegoren ist das zukünftige Erscheinungsbild noch nicht.
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