Jagdgenossenschaft Naabdemenreuth resümiert das vergangene Jahr
Wildschweine kaum noch zu vermarkten

Naabdemenreuth. Jagdvorsteher Thomas Übelacker resümierte in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen Naabdemenreuth das vergangene Jahr. Mit dem neuen Pachtvertrag, der Wildschäden neu regle, könne man ein positives Fazit ziehen. In punkto Wegebau dankte er Bürgermeister Karlheinz Budnik, da die Stadt Material aus Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt hatte, sowie den Jagdgenossen, die unentgeltlich ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hatten. Um die Kehrmaschine der Gemeinschaft kümmert sich Stephanie Baier, bei der das Gerät auch untergestellt ist.

Übelacker blickte auf das Jagdessen bei Familie Gralla zurück und würdigte den Einsatz von Heinz Uhl, der seit 31 Jahren Schriftführer ist. Anstehend sei das forstliche Gutachten zum Verbiss, das alle drei Jahre fällig sei. Die afrikanische Schweinepest sei zwar ein drohendes Problem, das negative Folgen für die Landwirtschaft mit sich brächte, doch teilweise herrsche hier schon eine Hysterie. Fakt sei, dass Wildschweine kaum mehr vermarktet werden können.

Jagdpächter Robert Bruischütz berichtete, dass der Abschuss beim Rehwild erfüllt worden sei; weiter wurden 11 Füchse, 18 Enten, 2 Dachse, 3 Reiher und 42 Wildschweine erlegt. Als absolut positiv habe er die Hilfsbereitschaft der Leute im Revier erlebt, die zu jeder Tages- und oft auch Nachtzeit ein offenes Ohr und helfende Hände gehabt hätten. Auch er schilderte, wie schwierig die Vermarktung der Wildschweine geworden sei. Er gab Einblicke in Jagdsituationen und wie in Absprache mit den Landwirten zum Beispiel Schuss-Schneisen helfen können, Probleme zu lösen. Seit März 2017 hat Jagdpächter Bruischütz einen Mitbegeher: Jagdneuling Max Würth aus Püchersreuth stellte sich der Versammlung kurz vor.

Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag, den Jagdpachterlös für 2017 wieder für den Wegebau zu verwenden, zum Beispiel für den Flurweg zwischen Gerbersdorf und Naabdemenreuth. Bürgermeister Karlheinz Budnik freute sich, dass der Wegebau in Schwung kommt, 30 Prozent trage die Stadt dazu bei. Die Problematik bei ausgebautem Material aus dem Straßenbau sei, dass dieses nicht uneingeschränkt weiterverwendet werden dürfe, sondern bestimmten Vorschriften unterliege.

Er ging auf die Arbeiten an der Straße zwischen Pleisdorf und Bernstein ein, wo wegen der Entsorgungsproblematik vermutlich kein Material abfallen werde. Beim Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" diskutierten die Jagdgenossen, ob bei der Wildschwein-Problematik eine revierübergreifende Jagd Sinn mache. Der Gedanke wurde jedoch verworfen, da zum einen ein großes Personenaufgebot nötig wäre und zum anderen zahlreiche rechtliche Regelungen zu beachten seien.
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