Kunstwerk im Urnenfeld
In ein neues Licht

v.l. Georg Neugirg, Erwin Otte, Anton Sammet

An Allerheiligen segnete Stadtpfarrer Hubert Bartel das neue Urnenfeld im Friedhof mit der Stele als Mittelpunkt. Sie ist tatsächlich ein Blickfang aus Corten-Stahl und buntem Glas. "Der Rost an dem Objekt stellt die Vergänglichkeit der Erdenzeit dar", erklärt Anton Sammet.

Aufgrund der stetig zunehmenden Nachfrage nach Urnenbestattungen hatte die Kirchenverwaltung St. Emmeram unter Vorsitz von Pfarrer Hubert Bartel und Kirchenpfleger Bertwin Fleck beschlossen, eine entsprechende Anlage in Auftrag zu geben. Laut Ausschreibung sollten vier gepflasterte Wege in Kreuzform zum Zentrum, einer Stele, führen.

Es sind vorerst 32 Urnenplätze geplant, kreisförmig um die Stele angeordnet. Das Urnenfeld ist bei Bedarf jederzeit nach außen erweiterbar. Die Stele selbst sollte an das Weiterleben nach dem Tod und die Auferstehung erinnern. Bei der Segnung waren Urnenfeld und Kunstwerk vollendet. Die Steinmetzfirma Georg Neugirg-Zwack verwirklichte unter der künstlerischen Begleitung von Kirchenverwaltungs-Mitglied Sammet dieses Vorhaben.

Die Stele als Mitte der Anlage besteht aus Corten-Stahl und ist in Kreuzform geschweißt. Der Rost an dem Objekt stellt die Vergänglichkeit der Erdenzeit dar. Vier Rundsäulen aus Granit, die nach oben die Form auflösen, sind in das Stahlkreuz eingefügt. Der harte Granit verändert sich und zeigt so eine neue Lebensform an. Die Stahl-Stele endet oben in wellenförmiger Fließform und nimmt nahtlos vier farbig gestufte Fusing-Gläser auf. Bei dieser Technik wird Glas verschiedener Farben und Formen in einem speziellen Brennofen verbunden. Diese in warmen Farbübergängen gestalteten Glaselemente zeigen in einem Lichtspiel den Übergang des menschlichen Erdenlebens in die Leichtigkeit eines neuen Lichtes. Das Zusammenwirken von Kreuz und Erdenschwere mit dem Geheimnisvollen einer neuen Wirklichkeit im Tod wird von dieser Urnenanlage spürbar symbolisiert, wie die Künstler ausführen.

Die Erdarbeiten führte die Firma Holger Schinner unter Regie von Manfred Riebl, im Gremium der Kirchenverwaltung zuständig für den Friedhof, aus. Alle Granitarbeiten in Zusammenhang mit der Stele lagen in den Händen von Steinmetz Georg Neugirg. Die Gläser fertigte der Reuther Künstler Erwin Otte im eigenen Ofen passgenau und in augenfälligen leuchtenden Farben.

Auf den vier Granit-Pflanzringen um die Stele sind zwei Bronzelaternen und zwei Weihwasserspender aufgebracht. Die Bepflanzung der Kreisfläche übernahm die Firma Peter Hausner, die sich auch um die jährliche Pflege kümmern wird.
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