Langjährige Erzieherin geht in Ruhestand
"Monika macht Rente"

Monika Rudrich geht in den Ruhestand Mit einer Überraschungs-Aufführung verabschiedeten sich die Buben und Mädchen im Kindergarten der Pfarrei St. Emmeram von ihrer Erzieherin. Bild: wrt
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Windischeschenbach
27.12.2016
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Die Heimlichkeiten in der "Kinderoase" hatten irgendwann ein Ende. In einer weihnachtlichen Feier verabschiedeten die Buben und Mädchen ihre Erzieherin Monika Rudrich. "Die Monika macht Rente", brachte es ein kleiner Knirps auf den Punkt.

Keine große Feier hatte sie sich gewünscht, aber natürlich begrüßte stellvertretende Leiterin Gisela Brandl trotzdem etliche Gäste. Und natürlich hatten die Kinder in den Wochen vorher unter größter Geheimhaltung ein Programm einstudiert.

Große Überraschung

Begleitet von Johanna Gurßu an der Gitarre führten die Kinder das Spiel "Auf dem Weg von Nazareth nach Bethlehem" auf. Mitten in der Kinderschar freute sich Rudrich über die Überraschungs-Aufführung. Gisela Brandl erzählte den Kindern von den Anfängen im Kindergarten. Sie selber und die künftige Ruheständlerin hatten damals viele Kindergarten-Besucher aus den umliegenden Dörfern, die täglich von ihnen persönlich mit dem Bus abgeholt wurden. Beide Erzieherinnen teilten sich damals ein Zimmer, die eine mit ihrer Vormittags-, die andere mit der Nachmittagsgruppe. "Dann erkannte man, dass der Kindergarten sehr wichtig ist, so dass man in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung weitere Gruppen einrichtete." Außerdem habe sich die pädagogische Arbeit verändert.

Mit Geduld gesegnet

36 Jahre lang hat Rudrich die Entwicklung miterlebt, die letzten eineinhalb Jahre bei den Großen, während sie vorher die Kleinen betreut hatte. Die Erzieherin startete auch das neue Projekt "Die kleinen Forscher" und war bei der Planung und dem Umzug des neuen Kindergartens engagiert. Anton Sammet, bei der Kirchenverwaltung St. Emmeram zuständig für die Einrichtung, verglich Rudrich mit einer Hirtin, die die Kinder führt, und bescheinigte ihr viel pädagogisches Einfühlungsvermögen und eine weitere Eigenschaft, die er persönlich schwer aufbringen könne - große Geduld.

Zusammen mit Kirchenpfleger Bertwin Fleck überreichte er einen Geldbaum. Für den Elternbeirat dankte Andrea Schieder der scheidenden Erzieherin. Ein ganz besonderes Geschenk hatten die Kinder gebastelt. In einem "E-wenn-tualitäten"-Buch kann Rudrich blättern, wenn sie Sehnsucht hat, wenn sie die Kinder vermisst. Dass sie natürlich auch zu Besuch kommen darf, bestätigten ihr die Kleinen, oder - wie ein aufgeweckter Sprössling vorschlug - "die Kinder gehen mit in Rente".

Künftig wird Rudrich Zeit haben, sich ihren Hobbys zu widmen: dem Klavierspiel und dem Garten. Und sie nimmt sich Zeit für ihre Kinder, die an entfernten Orten studieren, und die sie jetzt öfter besuchen kann. "Wir haben es sehr schön hier im neuen Kindergarten, aber - wie ein Sprichwort sagt - wenn es am schönsten ist, soll man aufhören."

Für die Kleinen gab es von Rudrich zum Abschied Süßes, für die Kolleginnen, die immer auf Gesundes bedacht sind, eine selbst gebastelte Frucht - allerdings aus Schokolade.
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