29.05.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Lina und Fritz Schedl feiern Diamantene Hochzeit Der junge Bub und das Gardemädel

Auf 60 Jahre Eheleben blicken Lina und Fritz Schedl zurück. Dritter Bürgermeister Thomas Wilhelm gratuliert dem Jubelpaar mit einem Präsent sowie Blumen.

Dritter Bürgermeister Thomas Wilhelm (rechts) gratuliert dem Jubelpaar Lina und Fritz Schedl (vorne, Mitte). Im Kreise der Familie feiern sie mit Tochter Irene Sperber, Söhne Martin Schedl, Stefan Schedl und Hubert Schedl (hinten, von links). Bild: wrm
von Miriam SperberProfil

(wrm) Das Jubelpaar lernte sich 1951 im damaligen Lindner-Saal kennen. Fritz Schedl war gerade erst aus dem Krieg zurückgekehrt, Lina Schedl tanzte als Gardemädchen in der Prinzengarde. "Das hat meinem Fritz gut gefallen", erinnert sich Lina.

Sechs Jahre vergangen, bis sich die beiden im Mai 1957 das Ja-Wort gaben. Die Marienkapelle in Johannisthal war damals neu gebaut. Dort schloss das Paar den Bund fürs Leben. Es sei ein regnerischer Tag gewesen, dennoch erinnern sich beide gern zurück. Denn - wie der Volksmund sagt: Regen bei der Hochzeit bringt Segen.

Fußball oder Film?

In 60 Jahren passt man sich an, versteht sich blind und geht Kompromisse ein, dennoch gibt es kleine Meinungsverschiedenheiten bei der Wahl des Fernsehprogramms: Ist Fußball oder doch ein romantischer Film das bessere Abendprogramm? Die gelernte Hauswirtschafterin stammt aus Windischeschenbach, während ihr Mann gebürtiger Bernsteiner ist. Schedl war Elektromeister und arbeitete bei der Obag, heute Eon. Schedl war Bezirksstellenleiter und durfte deshalb mit seiner Familie in das damalige Leitstellenhaus in der Bergstraße ziehen. Privat engagierte sich Lina Schedl über zehn Jahre lang im Kirchenchor und im Frauenbund. Sie erinnert sich gerne an das Anfertigen der Palmkätzchensträuße, für die sie die Strohblumen eigens im Garten gezüchtet hatte. Heute backt sie immer noch sehr gerne.

Fritz Schedl war lange Zeit im Kegelverein, später im Versehrten-Sport. Heute ist der Rentner immer noch aktiv, wenn es darum geht, den Garten in Schuss zu halten, oder kleinere Arbeiten aus Holz zu fertigen.

Viele Pilgerreisen ließen das Paar immer wieder die Nähe zur Religion erfahren. So waren sie bereits mehrere Male in Rom, Assisi und Lourdes, außerdem in Portugal in Fatima und bei der Schwarzen Madonna in Tschenstochau. Fritz Schedl berichtet von 12 weiteren Pilgerreisen, bei denen er von Regensburg aus mit einer Gruppe zu Fuß nach Altötting marschierte. Drei Tage sei man dabei unterwegs.

Enkel halten fit

Lina und Fritz Schedl haben vier Kinder, neun Enkel und bereits auch einen Urenkel. So lässt sich vermuten, dass nicht nur die Pilgerreisen und ihr Glaube, sondern auch die Enkelkinder die beiden bis heute fit halten. Sie feierten ihren Ehrentag im Kreise ihrer Familie. Ein Gottesdienst - in Erinnerung an ihre Eheschließung in Johannisthal - war die Krönung des Jubelfestes.

Die "Schedl-Band" mit drei Söhnen, einer Tochter, einer Schwiegertochter und einem Enkel gestaltete die Messe, die Direktor Manfred Strigl zelebrierte, musikalisch. Zur Kirche fuhr das Jubelpaar ganz romantisch per Pferdekutsche.

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