29.11.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Ludwig Haindl spricht Kolping-Gedenktag Geschichte mit Zukunft

Kolping gilt als Kompass für die Zukunft. "Auf dem Glauben ruhend und in der Welt stehend", sagt Diözesansekretär Ludwig Haindl in seinem Vortrag bei der Kolpingsfamilie.

Seit 40 Jahren in der Kolpingfamilie: Gertraud Hausner (2. v. li.) und Kerl Pschierer (rechts); Vors. Waltraud Scherer (2. v. re. und Präses Stadtpfarrer Hubert Bartel (links); die Neumitglieder Heinz und Hildegard Rodinger (3. und 4. von li. und Karlheinz Budnik (3. v. re.)
von Inge WürthProfil

Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Emmeram, zelebriert von Präses und Stadtpfarrer Hubert Bartel und dem Ruhestandsgeistlichen Franz Reich, begann der Kolping-Gedenktag. In ihrer Begrüßung betonte Vorsitzende Waltraud Scherer, dass weltweit des Gründers Adolf Kolping gedacht werde. Nach der Totenehrung sprach Diözesansektretär Ludwig Haindl zum Thema "Kolping - eine Geschichte mit Zukunft". Der Referent betonte, dass die Zeit nicht stehen bleibte und es gelegentlich nötig sei, sich zu "häuten". Auch Adolf Kolping habe auf die Situation und die Bedürfnissse der Menschen seiner Zeit reagiert. Die Gründung des Gesellenvereins - einer Laienbewegung mit kirchlicher und sozialer Ausrichtung - sei damals etwas Neues gewesen und auch nach seinem frühen Tod stetig weiter gewachsen.

Mittlerweile gibt es das Kolpingwerk in über 60 Ländern der Erde, unter anderem auch in Brasilien und Indien. Kolpings Ideen wirken bis heute in die Berufs- und Ausbildungswelt hinein, beispielsweise war er auch Vorreiter im Berufsschulwesen und bei Sozialversicherungen. Mittlerweile sei das Kolpingwerk in Deutschland unter anderem auch der größte Träger von Jugendwohnheimen. Kolping sei offen für alle, ob Jung oder Alt. Nicht zuletzt biete man Gemeinschaft an, ein Gewinn in der heutigen Gesellschaft. "Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen", zitierte er abschließend.

Vorsitzende Scherer freute sich über drei Neumitglieder, welche die gesegneten Kolpingnadeln als äußeres Zeichen ihrer Zugehörigkeit angesteckt bekamen: das Ehepaar Heinz und Hildegard Rodinger und Karlheinz Budnik sind nun Teil der Kolpingfamilie. Auch die Ehrung langjähriger Mitglieder stand auf dem Programm. Von sechs Jubilaren konnten krankheitsbedingt oder aus terminlichen Gründen nur zwei Urkunde und Geschenk persönlich entgegennehmen, nämlich Gertraud Hausner und Karl Pschierer für 40 Jahre, ebenfalls vier Jahrzehnte bei Kolping sind Josef Söllner sowie Rita und Adolf Beckert. Die stattliche Zahl von 65 Jahren Zugehörigkeit hat Erwin Weiß aufzuweisen.

Stadtpfarrer Bartel dankte für das Engagement aller Mitglieder und überreichte dem Referenten einen flüssigen Gruß. Scherer konnte eine Spende von 200 Euro für ein Projekt in Burundi übergeben. Von dem Geld werden Ziegen finanziert.

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