Mona Gürtler neue "Posterer"-Wirtin
Genau die Richtige

Mona Gürtler freut sich auf ihre neue Aufgabe. Die 29-jährige Erbendorferin übernimmt die Zoiglwirtschaft "Zum Posterer". Bild: mic
Vermischtes
Windischeschenbach
04.01.2017
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Mona Gürtler kann es kaum erwarten. "Ich freue mich riesig", erzählt sie. Die 29-Jährige tritt in die Fußstapfen von Manuela Zimmermann, der langjährigen Wirtin der Zoiglstube "Zum Posterer".

Erbendorf. Am dritten Januarwochenende wird sie erstmals als neue Pächterin die Gäste begrüßen. Mona weiß, worauf sie sich einlässt, denn die Materie ist ihr nicht fremd. "Ich habe schon immer nebenher als Bedienung gearbeitet", blickt sie zurück. Seit zwei Jahren bewirtet sie auch die "Posterer"-Gäste.

Als Manuela Zimmermann im September den Entschluss fasst, kürzer zu treten, und eine Nachfolgerin sucht, ist Mona gleich Feuer und Flamme. "Ich mache das", war sie sich von Anfang an sicher. Freunde und Bekannte bestätigen sie in ihrem Vorhaben: "Dafür bist du genau die Richtige", bekommt sie von vielen Seiten zu hören. Dass die junge Wirtin nicht in der Zoiglhauptstadt wohnt, spielt keine Rolle. Die Erbendorferin hat viele Windischeschenbacher Freunde, und auch ihren ersten Zoigl hat sie hier gekostet. "Das war beim Roud'n", erinnert sie sich. Wirtssohn Sebastian gehörte einst zur Clique.

Dass sie mit Besuchern umgehen kann, weiß Mona. "Lediglich vor dem Organisatorischen ist mir ein bisschen bange", gibt sie zu. Doch das hindert sie nicht, voller Tatendrang ihre neue Aufgabe anzugehen. "Ich habe mir alles aufgeschrieben. Wann müssen Brot und Wurst bestellt werden? Was muss ich selber machen?" Die bisherige Wirtin habe ihr dabei sehr geholfen. Dass trotz aller sorgfältiger Planung manches anders kommt, als erwartet, kennt sie aus Erfahrung: "Manchmal war der Leberkäs bereits um 18 Uhr aus, an anderen Tagen reichte er bis 23 Uhr."

Nach all den Jahren in der Gastronomie hat die 29-Jährige die Zoigl-Atmosphäre schätzen gelernt. "Hier ist es viel lockerer", schwärmt sie. "Man duzt sich und kommt mit den Leuten ganz anders ins Gespräch." Als Bedienung habe sie schon jede Menge interessante Menschen kennengelernt.

Gerne erinnert sie sich an die Radgruppe aus Fürstenfeldbruck, die froh war, beim "Posterer" nach einem anstrengendem Tag im Sattel eine Brotzeit zu bekommen. Oder an die Männerrunde, die sich vorgenommen hatte, die Vereinskasse auf den Kopf zu hauen. "Am Zoigl treffen sich einfach Jung und Alt." Bis vor kurzem saß Mona noch von Montag bis Freitag im Büro. Ihren Vollzeitjob hat sie nun gegen eine Teilzeitstelle als CAD-Konstrukteurin und Projektassistentin bei einem Schwandorfer Ingenieurbüro eingetauscht. "Sechs Stunden am Tag im Homeoffice. Das ist machbar."

Ein Teil des früheren "Posterer"-Teams bleibt. Zusätzlich greifen ihr Mutter und Schwester unter die Arme. Am bisherigen Angebot will Mona nicht rütteln. Brotzeiten bleiben wie bisher. Die Speisekarte soll ein anderes Design erhalten. "Und ich möchte am Montag wieder aufmachen."
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