Narrhalla glänzt beim Inthronisationsball
Viel Glamour und wilde Tiere

Der Löwe ist los: Mit atemberaubenden Kostümen und einer tollen Show bezauberte die Prinzengarde das Publikum zur Mitternachtsshow. Bilder: bey (3)
Vermischtes
Windischeschenbach
08.01.2017
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Raunen im Saal: Sonja I. schwebte in einem Kleid in der Farben der Flagge der Vereinigten Staat in Saal. Die schmucke Uniform von Tobias I. war dazu passend abgestimmt.

Grandios, fantastisch, super - der Inthronisationsball der Narrhalla Windischeschenbach lässt sich kaum besser beschreiben. Das Publikum reiste mit nach Amerika, Indien und in die afrikanische Savanne.

Die Fanfaren erklangen zum Einzug. Hofmarschall Dominik Neitz hieß die Gäste in der toll geschmückten und ausverkauften Mehrzweckhalle zum Inthronisationsball willkommen. Zu den Ehrengästen zählte Bürgermeister Karlheinz Budnik mit Ehefrau Gudrun, Stellvertreter Erich Sperber, die Vertreter der Stadtratsfraktionen und die Geistlichkeit.

Nach dem Einmarsch des Präsidiums und der Garden kam trotz der Fröhlichkeit nachdenkliche Stimmung auf. Das Trainerteam der Jugendgarde berichtete dem schlagartig ganz ruhig gewordenen Publikum über die plötzlich festgestellte Krebserkrankung eines Mädchens aus ihrem Kreis. Deshalb werde um Spenden gebeten, um der Mutter unter die Arme zu greifen. Dafür wurde eine Spendenbox am Eingang der Bar aufgestellt.

Dann kam der erste mit Spannung erwartete Moment des Abends: Der erste offizielle Auftritt des Prinzenpaares Tobias I. und Sonja I. Der Prinz trug eine Fantasieuniform, die gut in die Zeit des Beginns der amerikanischen Unabhängigkeit gepasst hätte. Prinzessin Sonja I. glänzte mit einem langen, weitschwingenden roten Rock aus Organza mit Pailletten, dazu eine silberne Corsage, verziert mit blauen und roten Sternen. Hingucker aber war der von schmalen Trägern gehaltene, fast überdimensionale Rückenschmuck in Sternenform in den Nationalfarben der Vereinigten Staaten.

Präsidentin Anita Nonnenmacher kündigte in Gedichtform das Programm an. Bürgermeister Budnik übergab mit gereimten Worten die Rathauskasse, lobte in Versform den feudalen zu erwartenden Abend mit Tanzakrobatik vom Feinsten und Showeinlagen. Mit der Überreichung des Sessionordens an das Prinzenpaar gab Präsidentin Anita Nonnenmacher das Zeichen zur endgültigen Inthronisation des Prinzenpaares.

Biene Maja tanzt

Viel umjubelt vom Publikum, das immer dicht gedrängt bis ans Parkett stand, waren alle Auftritte der Garden. So lud die Kindergarde mit ihrem Gardetanz zur Party ein. Beim Schautanz begeisterten Laura Friedrich und Samuel Schieder mit der tänzerisch erzählten Geschichte der Biene Maja.

Die Jugendgarde entführte die Besucher nach Indien. Die Farbenpracht der Kostüme ließ den Gästen fast keine andere Wahl, als an dieses ferne Land zu denken. Wunderbar anzusehen war es, als die Mitglieder der Garde große bunte Tücher fast wie große Wellen durch die Luft zogen. Mia Richter und Thimo Fifeik als Tanzpaar setzten dem fernöstlichen Trip die Krone auf. Als Funkenmariechen tanzte sich Mia Richter als golden glänzender Roboter ins Herz der Ballbesucher.

Auch beim Gardetanz der Prinzengarde standen bei den Kostümen die Farben der Vereinigten Staaten Pate: Roter, weißer und blauer Kopfschmuck aus Federn mit einem farblich abgestimmten Hut, dazu eine rote, um den Körper geschlungene rote Federboa gaben dem Auftritt eine echte Farbenpracht.

Höhepunkt war die Mitternachtsshow: Vor der Bühne hatte der Elferrat ein riesiges Bild der Savanne aufgestellt. Unübersehbar darauf im Gegenlicht ein Löwe. Doch dann kamen die "Löwinnen und Löwen" in natura. "Der König der Löwen" mit der Originalmusik aus dem Muscial war für die Besucher ein Hochgenuss des Abends, wahrscheinlich aber des gesamten Faschings.

Masken leuchten im Licht

Einmalig waren die Kostüme, für deren Design, wie auch beim Prinzenpaar, Markus Gesierich verantwortlich zeichnete. Die Löwenmasken im Scheinwerferlicht noch besonders hervorgehoben, unmittelbar vor dem Bild der Savanne, ließen bei manchem Besucher eine Sehnsucht nach Afrika erwachen, zumindest aber vielleicht eine Fahrt zum Musical in die Hansestadt an der Elbe.

Zum Tanz spielten seit Jahren bewährt und immer wieder gern gehört die "Music-Stars" auf. Seit 2000 begleitet die Band den Inthronisationsball, doch auch heuer waren die ersten Takte Musik das Zeichen für die Besucher sofort die Tanzfläche aufzusuchen. Viel Platz gab es ohnehin nicht, denn die Musik der "Music-Stars" hält kaum einen Besucher lange auf seinem Sitzplatz.
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