21.08.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Pfadfinder Neuhaus und Pfadfinder Windischeschenbach gemeinsam im Zeltlager Zaubersprüche und schläfrige Monster

Regen, Sonnenschein, schwüle Temperaturen: Die Pfadfinder aus Windischeschenbach und Neuhaus haben Pech mit dem Wetter bei ihrem Zeltlager. Doch wie es sich für richtige Stämme gehört, sind sie für alle Lagen gerüstet.

Es wird magisch bei den rund 120 Pfadfindern aus Windischeschenbach und Neuhaus. Das gemeinsame Zeltlager steht unter dem Motto "Harry Potter." Bild: wrm
von Miriam SperberProfil

Neuhaus. Vier Nächte verbrachten die Stämme Neuhaus und Windischeschenbach gemeinsam im Lager. "Die Kinder kennen sich aus der Schule und auch die Leiter wissen, dass man gut zusammen arbeiten kann", betonte Stammesvorstand Florian Sperber (Windischeschenbach). Bereits vor zwei Jahren habe man gemeinsam gezeltet, was gut funktioniert habe. "Da ging der Auf- und Abbau schon viel schneller", bestätigte Stammesvorsitzender Thomas Neugirg (Neuhaus). In diesem Jahr standen die Tage unter dem Motto "Harry Potter". Bereits auf der Busfahrt musste jeder sein Ticket für das Gleis 9 ¾ bereithalten, um mit nach Hogwarts einreisen zu dürfen. Angekommen wies ein sprechender Hut die rund 120 Pfadfinder in vier Gruppen ein: Gyffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff. Jeden Morgen erhielten die Kinder und Jugendlichen eine Nachricht von Harry Potter mit einer Tagesaufgabe.

Magisches Hexen-Duell

Bei der Nachtwanderung trafen sie sogar den Magier, der den Stein der Weisen suchen musste. Dabei benötigte er Hilfe. An verschiedenen Stationen im Wald lösten sie Aufgaben, um an den Stein zu gelangen. Ein Monster musste mit einer Flöte, die von den Kindern an einer Station erworben wurde, in den Schlaf gezaubert werden. An einer weiteren Station galt es aus vielen Schlüsseln den richtigen für ein Vorhängeschloss zu suchen. Den benötigten die Jugendlichen, um weitergehen zu können. Am Ende kämpften zwei Hexen gegen Dr. Quirell, der den Stein nach einem Zauberspruch herausrückte.

An einem Tag gingen die Gruppen getrennte Wege: Während für die Großen ein Völkerball-Turnier auf dem Plan stand, bekamen die kleineren Harry-Potters einen Stundenplan mit verschiedenen Aktionen: Sie lernten Zaubertricks, das Zubereiten von Zaubertränken, Geheimschriften und wie man Speckstein bearbeitet. Am Nachmittag gab es für Groß und Klein eine Abkühlung im Weiher.

Auch Fitness gehörte für die Hogwarts-Bewohner auf Zeit zum täglichen Programm. Deshalb gab es morgens immer "Besen-Aerobic" mit Raphie. Ein Gruppenleiter schlüpfte in Leggins und Trainingsjacke und startete die Musik. Es dauerte nicht lange, bis die Kinder aus ihren Zelten kamen und sich mit kreisenden Hüften zu einem Halbkreis aufstellten.

Quiddich-Turnier

"Das tat richtig gut nach der Nacht am Boden", meinte ein Jungpfadfinder. Auch bei einem Quiddich-Turnier bewiesen die Teilnehmer ihr Können. Quiddich ist ein Ballspiel aus den Harry-Potter-Filmen. Es sind verschiedene Bälle im Spiel: Einer, der durch Tore geworfen werden muss, zwei, mit denen die Spieler abgeworfen werden und der kleine goldene "Schnatz".

Da kein fliegender Ball zur Hand war, rannte ein Leiter in Warnweste mit einem Tennisball als "Schnatz" über das Feld. Dieser musste vom "Sucher" gefunden werden. Am Sonntag fand ein Lagergottesdienst mit Pfarrer Hubert Bartel und allen Eltern statt. Danach waren alle zu Rahmbraten mit Knödel und Salat eingeladen. Auch so ließ sich die Küche nicht lumpen: Es gab Spezialitäten wie Hamburger, Rahmgeschnetzeltes, Gyros, Kaiserschmarrn und Kartoffelsuppe.

Das gute Essen vertrieb die schlechte Laune durch das Wetter: Die Pfadfinder erlebten sämtliche Wetterzustände in Lager: von starkem Regen, Nieselregen, wolkig bis zu strahlendem Sonnenschein. Als echtes Stammesmitglied waren die Teilnehmer für alle Wetterlagen gerüstet. Somit kam auch vom Pulli, bis hin zum Bikini alles zum Einsatz. Abends saßen sie bis tief in die Nacht am Lagerfeuer zusammen.

Die Stammesvorsitzenden Thomas Neugirg, Christian Bauer (Neuhaus) sowie Florian Sperber und Elisabeth Gierisch (Windischeschenbach) waren sich einig: "Es war ein tolles Lager mit super Teilnehmern. Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir es gemeinsam organisieren."

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