21.08.2017 - 12:58 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Polizei muss mehrmals zu Beach-Party ausrücken Streit am Strand

Bei der "Beach-Party X-Treme" im Freibad Windischeschenbach läuft einiges aus dem Ruder. Die Polizei muss gleich mehrmals anrücken, weil sich Besucher in die Haare geraten. Und ein Sicherheitsmann erleidet einen Nasenbeinbruch.

Eine Beach-Party in Windischeschenbach hat die Polizei auf Trab gehalten. Symbolbild: Friso Gentsch/dpa
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Die Wogen schlugen hoch in der Nacht zum Sonntag im Windischeschenbacher Freibad - leider nicht nur, was die Stimmung betraf. Wie die Polizeiinspektion Neustadt/WN berichtet, gab es gegen 23.15 Uhr erstmals folgenreich Zunder bei der Beach-Party: Ein 20-Jähriger geriet mit einem 18-Jährigen aneinander und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Als ein Security-Mitarbeiter den Streit schlichten wollte, erhielt er einen Faustschlag, der ihm laut Polizei "die Nase zertrümmerte".

Erst die Gesetzeshüter konnten den alkoholisierten Schläger aus Windischeschenbach beruhigen. Er musste das Freibad verlassen. Nun setzt es eine Anzeige wegen Körperverletzung. Für sein Opfer war die Nacht noch nicht gelaufen. Der 18-Jährige legte sich mit weiteren Gästen an - bevor auch er des Freibads verwiesen wurde.

Gegen 0.50 Uhr rastete ein 32-jähriger Windischeschenbacher aus. Erst beleidigte er eine 33-Jährige und schlug sie ins Gesicht. Dann beschimpfte er einen 31-Jährigen als "Nigger" und ging ebenfalls auf ihn los. Den Angriff "konnte die Security mit erheblichen Kraftaufwand verhindern", heißt es im Polizeibericht. Dabei habe sich der Randalierer jedoch selbst verletzt. Er erlitt Schürfwunden. Die Polizisten erklärten ihm die vorläufige Festnahme, nachdem er sich nicht hatte beruhigen lassen.

Klein bei gab der 32-Jährige nicht. "Er widersetzte sich der Festnahme nach Kräften", berichtet die Polizei. Der Mann wurde gefesselt und ins Streifenfahrzeug verfrachtet. Dort habe er plötzlich "toter Mann" gespielt. Da die Beamten eine Verletzung nicht ausschließen konnten, leisteten sie mit Sanitätern Erste Hilfe. Der Sanka brachte ihn ins Weidener Klinikum - wo die Ärzte weder Verletzungen noch Erkrankungen feststellten. Das Verhalten erklärt die Polizei vielmehr - wie in den anderen Fällen - mit "übermäßigem Alkoholgenuss und der damit einhergehenden gesteigerten Gewaltbereitschaft".

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