Pontifikalreqiem für Pfarrer Anton Kiener
Sich und Gott stets treu

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und viele Priester nahmen Abschied von Pfarrer Anton Kiener. Bild: bey

Über 60 Jahre wirkte Geistlicher Rat Pfarrer Anton Kiener als Priester. Am 19. Dezember verstarb der Geistliche im 88. Lebensjahr.

In einem Pontifikalreqiem mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, Weihbischof Reinhold Pappenberger, Pfarrer Hubert Bartel, Dekan Thomas Jeschner und vielen weiteren Geistlichen verabschiedete sich die Kirchengemeinde am Freitagvormittag in der Stadtpfarrkirche St. Emmeram.

Der Erzbischof würdigte beim Requiem den verstorbenen Geistlichen als Mensch mit Schwächen und Stärken. Pfarrer Kiener sei ein echter Christ gewesen, immer authentisch, sich und Gott treu, wohlwissend ein Knecht Christi zu sein. Es sei wichtig darüber nachzudenken, dass jedes Menschenleben und besonders auch jedes Priesterleben für andere eine besondere Botschaft habe.

Pfarrer Kiener habe die Menschen dazu bringen wollen, häufiger über "den Gott" zu sprechen. Dies ist etwas in Vergessenheit geraten, bedauerte Erzbischof Schick. Wenn sich der IS, die Salafisten oder Dschihadisten auf Gott berufen, müsse aus Sicht der katholischen Kirche mehr um den Gott geworben werden, der an Weihnachten Mensch geworden ist. Für diesen Gott seien Kriege, Morde, Terror und Attentate, bei denen bewusst Menschenleben vernichtet werden, ein Gräuel.

Deshalb müsse die Nächstenliebe wieder in Vordergrund gestellt werden. Pfarrer Kiener, der seit 1990 als Ruhestandspfarrer in Windischeschenbach lebte und arbeitete, sei von seiner Haushälterin Maria Kahl gut behütet worden, lobte der hohe Würdenträger. Dafür müsse ein "Vergelt's Gott" gesagt werden, gleichzeitig auch den Verwandten Pfarrer Kieners.

In St. Emmeram verabschiedeten sich der Sprecher des Pfarrgemeinderates St. Pankratius Falkenberg, ein Vertreter aus dem Heimatort Niedermurach, der begleitet von einer Abordnung der dortigen Feuerwehr die letzte Ehre erwies. Für die Windischeschenbacher Ministranten dankte Christina Kurz für das gute Miteinander. Pfarrgemeinderatssprecher Simon Mauerer sprach dem Geistlichen Rat den Dank für die Unterstützung aus.

Der Kirchenchor Windischeschenbach gab dem Pontifikalrequiem und auch der Verabschiedung am Friedhof einen würdigen Rahmen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.