28.06.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

SeniorengemeinschaftSt. Emmeram auf Zeitreise "Weißt du noch" beim Memoryspiel

Auf eine Reise gingen die Besucher des Seniorennachmittags St. Emmeram, jedoch blieben sie dazu entspannt auf ihren Plätzen im Pfarrheim sitzen, denn der Ausflug fand im Kopf statt und führte in die Vergangenheit.

Elisabeth Hammer-Butzkamm erklärt die Spielregeln
von Inge WürthProfil

"Jede Zeit hat ihre guten und ihre schlechten Seiten", stellte Pfarrer Hubert Bartel fest und kramte in seinen persönlichen Erinnerungen. Er sei zwar erst "Vor-Senior", aber seit seiner Schulzeit habe sich viel verändert. Die erste Mondlandung hätten seine Eltern in schwarz-weiß auf einem Röhrenfernseher verfolgt.

Telefone gab es früher im Ort nur wenige, und der Sinn einer Wählscheibe erschließe sich heutzutage nicht mehr allen Kindern. Die ersten Handys waren schwer. Bartel erinnerte sich an ein Funktelefon, das die Dimensionen eines Koffers hatte. Den Kopierer gab es noch nicht; Schriftstücke wurden auf Matrizen getippt und durch Kurbeln vervielfältigt. "Die Druckergebnisse rochen aber ganz hervorragend", erinnerte sich der Geistliche.

Geschenke hatten früher bescheidenere Dimensionen, man freute sich über Nüsse und Orangen im Nikolaus-Säckchen. Und bei den Spielsachen konnte der Pfarrer sich an Legosteine und Matchboxautos erinnern, wobei die ältere Generation sich mit noch viel einfacheren Materialien und Mitteln zufrieden gab.

Pastoralreferentin Elisabeth Hammer-Butzkamm hatte einige Exemplare eines Generationen-Memories mitgebracht, das sie auf den Tischen verteilte. Es galt, jeweils Karten-Paare zusammenzufinden, die thematisch damals und heute darstellten: moderne Waschmaschine und Waschbrett, DM- und Euromünze, ICE und Dampflok, Kohleherd und High-Tech-Backofen, mechanische Schreibmaschine und Laptop, Grammophon und CD-Player, Kupferkessel und elektrischer Wasserkocher. Beim Spiel wurden bei den Gästen viele Erinnerungen wach und Erfahrungen ausgetauscht. Die Senioren erzählten, wie früher der Alltag ausgesehen hat und welche Geräte sie selber in Gebrauch hatten.

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