04.03.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

SPD bringt sich ein Bauvorhaben in Millionenhöhe

Ob Weihnachtsbesuche, Kalenderaktion, Seniorennachmittag oder aktuelle politische Entwicklungen, der SPD-Ortsverein bringt sich ein ins kommunale Geschehen. Das wird erneut in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Der SPD-Ortsverband ehrt treue Mitglieder (von links): Werner Sauer, Gerhard Hottner, Gertrud Dietl, August Schieder, Gunda Hottner, Annemarie Tögel, Stefan Seitz (Vorsitzender), sitzend Dorothea Seitz.
von Externer BeitragProfil

Genauso umfangreich war der Einsatz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen. Waltraud Haberkorn berichtete für die verhinderte Vorsitzende Maria Adam. Besonders die Veranstaltungen zum Muttertag, das Romméturnier, die Unterstützung der AWO oder der Grilleinsatz im Weihnachtsstandl und beim Bürgerfest hätten sich bewährt.

Der Fraktionsbericht von Werner Sauer beleuchtete die Rahmenbedingungen in Windischeschenbach, die sich grundlegend geändert hätten. Aufgrund höherer Finanzzuweisungen, einer guten Konjunktur und eines niedrigen Zinsniveaus könne sich die Stadt wieder positiv entwickeln. Der Schuldenabbau hinke aber hinterher. Der Bedarf an weiteren Kindergartenplätzen würde neue Belastungen bringen. Bauvorhaben in Millionenhöhe prägten die Zukunft. Leider würden von der Stadtratsmehrheit Vorschläge der übrigen Fraktionen oftmals nicht beachtet.

Vor den Neuwahlen des Vorstands wurde umfassend diskutiert. Da spielte die Straßenausbaubeitragssatzung genauso eine wichtige Rolle wie die Leerstände im Ort oder der Nachholbedarf im Radwegebau. Besonders umfangreich aber war die Diskussion über das Sondierungsergebnis und den ausgehandelten Koalitionsvertrag der Bundespartei. Erkennbar sei, dass die Symptombekämpfung im Vordergrund stehe und nicht die Ursachenbeseitigung. Alleine der Investitionsbedarf für Renten, von denen man leben könne, die großen Lücken im Bereich der Kranken- und Altenpflege oder die Entwicklung bei der Digitalisierung überstiegen bei weitem den geplanten Mitteleinsatz, meinten einige SPD-Mitglieder. Auch im Ortsverein gehen die Meinungen zur Regierungsbeteiligung auseinander.

Alle Vorstandsmitglieder sind von den 26 Anwesenden einstimmig gewählt worden. Alter und neuer Vorsitzender ist Stefan Seitz, seine Stellvertreterin ist Maria Adam, Kassiererin Waltraud Haberkorn, und die Schriftführung übernimmt Annemarie Tögel. Beisitzer sind neben den Stadtratsmitgliedern auch noch Josef Albrecht, Petra Böhm, Gertrud Dietl, Angela Erfurt, Robert Friedrich, Manfred Haberzeth, Gerhard Hottner und Hans Stangl. Revisoren sind Petra Schmid und Rainer Spachtholz. Außerdem wurden die Delegierte für den Kreis-, Unterbezirk und die Europawahl bestimmt.

Einen besonderen Höhepunkt gab es zum Schluss der Veranstaltung. Waldemar Hampl der für die SPD fast 40 Jahre im Stadtrat tätig war wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. "Das hat sich Waldi mehr als verdient", sagte Vorsitzender Seitz.

Die Geehrten

Die SPD ehrte 13 Jubilare. Für 25 Jahre Mitgliedschaft Sibylle und Winfried Ascherl, Gertrud Dietl, Gerhard Hottner, Anton Lebegern und Werner Sauer. Auf 30 Jahre Zugehörigkeit können zurückblicken Karin Groher, Gunda Hottner, Hans-Joachim Schreier und Annemarie Tögel. Für 40 Jahre wurden ausgezeichnet Dorothea Seitz, August Schieder und Richard Wurzer. (exb)

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