12.01.2018 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Thomas Lebegern und Niels Schäffler gründen Agentur Jung und selbstständig

Endlich auf eigenen Beinen stehen: Diesen Spruch haben zwei 19-jährige Windischeschenbacher sehr ernst genommen: Neben Studium und Ausbildung machen sie sich selbstständig und gründen eine eigene Agentur.

Niels Schäffler und Thomas Lebegern (Zweiter und Dritter von links) freuen sich über den hohen Besuch in ihrem Agentur-Büro: Bürgermeister Karlheinz Budnik, Landrat Andreas Meier und Pfarrer Markus Schmid (von links) wünschen den Unternehmern eine glückliche Hand und gutes Gelingen. Bild: gra
von Redaktion OnetzProfil

(dko) "TONI" steht für die Anfangsbuchstaben von Thomas Lebegern und Niels Schäffler. Es ist der Name einer neuen Agentur in Windischeschenbach. Die 19-Jährigen sind stolz auf ihr Unternehmen und haben schon einen der Deutschen Agenturpreise abgeräumt. Am Anfang wollten vor allem die Freunde von Niels und Thomas nicht so recht glauben, dass die beiden wirklich ein Unternehmen gründen würden. Nils Schäffler spricht mit Oberpfalz-Medien über seine ersten Erfahrungen als Unternehmer und über den Einstieg in die Werbebranche.

Wie sind Sie auf die Idee zur Agentur gekommen?

Niels Schäffler: Thomas hat mir eines Abends erzählt, dass er für Bekannte Webseiten machen muss, er aber vor lauter kreativer Umsetzung keine Zeit mehr für die wirtschaftliche Komponente hat. Und da ich weiß, wie man Kunden gewinnt, überzeugt und Rechnungen schreibt, und so weiter, haben wir das miteinander ausprobiert.

Warum sind Sie so sicher, dass die Menschen Ihre Arbeit interessiert?

Obwohl wir vergleichsweise jung sind, haben wir schon Erfahrung und vor allem Leidenschaft. Seit Thomas 13 Jahre alt war, interessiert er sich für Grafik, Design und die entsprechenden Programme. Mit jedem Projekt hat er mehr Erfahrung gesammelt. Mir machen die betriebswirtschaftliche Seite und der Umgang mit Kunden unglaublich Spaß. So kann jeder seine Leidenschaft ausleben. Am Anfang standen erst mal Projekte aus unserem Bekanntenkreis.

Wie war es, für die DJK Windischeschenbach die Homepage zu entwickeln? Auf welche Hürden sind Sie gestoßen?

Wir wurden eingeladen, uns beim nächsten DJK-Treffen dazuzusetzen und zu beraten. Da wir den Verein ja schon kannten, konnten wir uns schnell reindenken. Dann ging es Schlag auf Schlag: Sehr schnell haben wir die Struktur und das Design von Websites vorschlagen, die sofort großen Gefallen gefunden haben. Und damit waren auch schon sämtliche Hürden ausgeräumt - denn im Umsetzen sind wir einfach schnell und sehr gut. Die nächsten Aufträge waren dann schon etwas anspruchsvoller, weil wir die Kunden erst mal besser kennenlernen mussten. Aber darauf haben wir uns gut vorbereitet - und selbst natürlich auch wieder eine Menge gelernt.

Wie gehen Sie mit dem unternehmerischen Risiko um?

So lange wir quasi vom Hotel Mama aus arbeiten (lacht), ist das Risiko überschaubar. Unsere Eltern haben gesagt, dass unsere Ausbildung wesentlich wichtiger ist und wir immer darauf hinarbeiten sollen.

Im vergangenen Jahr haben wir unsere Gewinne wieder investiert: Internetanschluss, Versicherungen und die Miete fürs Büro konnten wir decken. Wir haben uns auch eine Drohne und eine Profikamera angeschafft. Jetzt probieren wir mal, mit der Agentur Geld zu verdienen. Als Student müsste ich eigentlich einen Nebenjob machen, das hab ich mit meinen Eltern so ausgemacht, aber das mache ich jetzt halt gleich im eigenen Betrieb.

Was sagen Ihre Freunde und Ihre Familie?

Am Anfang haben es uns die Freunde nicht so ganz geglaubt, dass wir ein Unternehmen gründen. Mittlerweile interessiert es sie schon mehr. Die Familie hat uns immer unterstützt und gesagt, ,Respekt, dass ihr das macht'. Mittlerweile ist das schon alltäglich und alle haben unser Büro gesehen und sich daran gewöhnt.

Büro-Einweihung

Für den Erfolg des Büros der beiden Windischeschenbacher am Schnurrenacker haben die ehemaligen Ministranten sich auch göttlichen Beistand geholt: Pfarrer Hans Schmid weihte das Büro ein und freute sich über die Initiative seiner ehemaligen Schützlinge. Im vergangenen Jahr hat das Duo den Deutschen Agenturpreis in der Kategorie Projektanzeigen für Geschäftskunden erhalten. Bürgermeister Karlheinz Budnik wünschte gutes Gelingen. Landrat Andreas Meier zollte den Jungunternehmern Respekt und träumte schon von der Expansion der Firma "toni-design". Bei einer Feier mit Familie, Freunden und Kunden wurde dann auf die Zukunft angestoßen. (gra)

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