08.02.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

Traditioneller Neuhauser Feiertag St. Agatha und der Leihprinz

Traditionell feiert die Pfarrei Neuhaus immer am 5. Februar das Patrozinium der heiligen Agatha, Schutzpatronin der alten, kleinen Kirche am Marktplatz. Anschließend geht's im Linglsaal lustig zu. Heuer mit einer königlichen Besonderheit.

Prinz Simon der I. vom Neuhauser Pfadfinderprinzenpaar musste krankheitsbedingt seinen Besuch beim Agathafest absagen. Sein Bruder Johannes springt kurzfristig ein, übernimmt das Zepter und zieht mit Prinzessin, Hofmarschall, Elferräten und den Gardemädchen in den Linglsaal ein. Fazit von Prinzessin Melanie I.: "Eine wahre Prinzenfamilie, sollte auch Johannes noch ausfallen, übernimmt bestimmt Vater Pit das Prinzenamt." Bild: ser
von Autor SERProfil

Neuhaus. Im ganzen Ort wird dieser Tag wie ein Feiertag mit Gottesdienst, Anbetung und einem Lieder- und Familienabend begangen. Pfarrer Hubert Bartel eröffnete den Gottesdienst in der kleinen, barocken Kirche mit einem kurzen Rückblick auf das Leben und das Martyrium der Agatha, die ihr Leben für ihren Glauben verlor.

Gleichzeitig segnete er den neuen Altartisch und Ambo, die Erich Sperber gefertigt und gespendet hatte. Danach ging es mit weltlichen Vergnügungen weiter. Die Kindergarde der Narrhalla Stadt Windischeschenbach eröffnete den Reigen der Darbietungen. Auch das Prinzenpaar Beate I. und Ulli I. gaben sich in ihren herrlich türkisfarbenen glitzernden Roben die Ehre.

Besonders viel Beifall bekam das Kindertanzpaar Laura Friedrich und Samuel Schieder mit seinem von Nicole Münchmeier eintrainierten Soloauftritt zum Motto "Die Schöne und das Biest". Hofmarschall Dominik Neitz bedankte sich bei der Organisatorin des Familienabends Gitte Kreinhöfner für die Einladung. Ein älteres Ehepaar, gespielt von Petra Görl und Irmi Schönberger, erzählt sich an einem Morgen von ihren schönen Träumen und den anschließend erlebten Enttäuschungen. In einem weiteren Sketch hatten die beiden die Lacher auf ihrer Seite, als sie ebenfalls ein älteres Ehepaar spielen, das unglaublich vergesslich war.

"Singen macht Spaß, singen macht Freud, singen sollten alle Leut'", mit diesem Stück von Erhard Nowak ermunterten die Sänger des Männergesangsvereins Harmonie Neuhaus unter Leitung von Stefan Schricker die Zuhörer, selber wieder öfter zu singen. Bereits das nächste Lied war dann auch zum Mitsingen: "Und in der Heimat ist es doch am schönsten", mit dem Tony Marshall 1973 in den Top 10 der deutschen Hitparade landete.

Dann die Überraschung des Abends: Prinz Simon I. vom Neuhauser Prinzenpaar der Pfadfinder war erkrankt und konnte deshalb nicht auftreten. Kurzerhand sprang dessen Bruder Johannes ein und gesellte sich an die Seite von Prinzessin Melanie I., die in einem entzückenden blauen, mit Pailletten bestickten Kleid auftrat. Beide hatten sich mit Reimen und Versen auf das Agatha-Fest glänzend vorbereitet.

Prinz Johannes bot dem Männergesangverein an, bei entsprechendem Freibier mit den Elferräten im Verein mitzusingen. Die Prinzessin warnte aber davor. Die Elferräte würden sich erst nach gehörigem Biergenuss singen trauen. Nicht nur das Prinzenpaar, sondern auch die Garde sorgte für Stimmung. Beim Showtanz zeigten die jungen Damen ihr Können. Der Kirchenchor unter Leitung von Siegfried Wilhelm sang zum Schluss von Othmar Kist "Lasst uns singen und fröhlich sein" und "Der Gesang kommt aus dem Herzen" von Gerhard Henrici sehr stimmgewaltig und fröhlich. Leider blieben Zugaberufe aus dem Publikum unerfüllt.

Pfarrer Bartel dankte allen Mitwirkenden und der Organisatorin Gitte Kreinhöfner für den stimmungsvollen Abend zu Ehren der heiligen Agatha. Zu den Klängen der "Burgsteigmusikanten" unter Leitung von Robert Schricker feierten die Besucher noch lange weiter.

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