10.01.2018 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Ziegen fressen Christbaumnadeln Nur Blautanne schmeckt nicht

Die Nadeln der Blautanne schmecken den Ziegen nicht. "Die sind ihnen zu stachelig", erklärt Michaela Hiller schmunzelnd. Doch an all den anderen ausrangierten Christbäumen knabbert die kleine Herde, die zum Haus St. Elisabeth, gehört, mit dem größten Vergnügen.

Martina Kastner (links) und Michaela Hiller freuen sich, dass es ihren Schützlingen gut geht. Zurzeit knabbern die Ziegen, die zum Haus St. Elisabeth gehören, Nadeln und Rinde von ausdienten Christbäumen ab. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Mitarbeiter des Bauhofs haben all die Bäumchen, die in der Weihnachtszeit das Standl vor dem Rathaus schmückten, eingesammelt und zum Ziegenstall in der Riegelsteinstraße gefahren. "Die Tiere brauchen auch Rauhfutter", weiß die Betreuerin. Dazu gehören Nadeln, Baumrinde und Heu. 11 Ziegen, 8 Mädels und 3 kastrierte Böcke, leben auf dem Geländes des Kinderheims.

"Wir halten die Ziegen eigentlich aus pädagogischen Gründen", informiert Leiterin Hannelore Haberzeth. Deshalb kümmert sich nicht nur Michaela Hiller um die Tiere, sondern auch Heilpädagogin Martina Kastner. "Ich arbeite mit Kindern und Ziegen in verschiedenster Weise", erzählt sie. Die Mädchen und Buben dürfen sich beispielsweise um die Fellpflege kümmern. "Durch das Bürsten der Ziegen lernen sie, anderen etwas Gutes zu tun." Kastner hat aber auch schon mit einer Gruppe im Ziegenstall übernachtet.

Zurzeit sollen zwei der jüngeren Ziegen daran gewöhnt werden, an der Leine mitzugehen. An den Halsbändern stören sich "Angie" und "Mia" inzwischen nicht mehr. Die Heilpädagogin glaubt, das die Tiere bald soweit sind, dass die Kinder mit ihnen Gassi gehen können.

Natürlich haben alle Ziegen einen Namen. Auf der Wiese tummeln sich "Susi", "Strolchi", "Fritzi", "Franz", "Zenzi", "Bärbel", "Waldtraud", "Braune" und die schwarze "Susi". Um die Herde sachgerecht zu betreuen, haben Michaela Hiller und Martina Kastner einen Lehrgang beim Amt für Landwirtschaft besucht.

Von Montag bis Samstagfrüh versorgt Hiller die Ziegen. In der übrigen Zeit kümmern sich zwei Jugendliche um die Vierbeiner.

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