09.11.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Zum Glück nur eine Übung Giftige Dämpfe in der Freibad-Technik

Wenn sich Salzsäure und Natronlauge vermischen, entstehen giftige Dämpfe, die der Gesundheit erheblich schaden können. Wer das Gemisch einatmet, kann bewusstlos werden und sterben. Wie können Retter in einem solchen Fall einem Verletzten helfen? Die Feuerwehr Windischeschenbach ist vorbereitet. "Gefahrengutunfall in der Technik des Freibads", lautete die Alarmierung zu einer Übung. 18 Feuerwehrfrauen und -männer rückten unter der Einsatzleitung von Albert Gilch zur Rettung ins Bad aus. Das fiktive Szenario sah einen Unfall mit einem Schwallwasserbehälter vor. Die Feuerwehr ging davon aus, dass bei Reinigungsarbeiten Behälter mit Chemikalien umgekippt und ausgelaufen sind. Einem Mitarbeiter sei es gelungen, die Kellerräume noch rechtzeitig zu verlassen und einen Notruf absetzen. Der zweite Kollege hatte es laut Übungsplan nicht mehr geschafft und lag bewusstlos am Boden. Um diesen aus dem Raum mit den giftigen Chemikalien und Dämpfen zu bergen, ohne sich selbst zu gefährden, schlüpften die Feuerwehrleute in spezielle Chemikalienschutzanzüge. So ausgestattet, konnten die Helfer gut geschützt die verletzte Person aus dem Keller bergen und dem Rettungsdienst übergeben, die offenen Kanister schließen und mit Chemikalienbinder die giften Reaktionen eindämmen. Den Verletzten spielte kein echter Mensch, sondern eine Puppe in Lebensgröße, die, mit einem Spezialaufkleber versehen, sogar ein Gesicht hatte. Bild: mic

von Michaela Lowak Kontakt Profil

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