23.03.2018 - 13:48 Uhr
Windischeschenbach

Fabian Prucker eröffnet Showroom für Tische Idee entsteht im Kinderzimmer

Seit Wochen rätseln die Windischeschenbacher, was hinter den verklebten Scheiben am Stadtplatz 13 passiert. Nun lüftet Fabian Prucker das Geheimnis. Er möchte einen Ausstellungsraum für hochwertige Massivholztische eröffnen.

Seit Wochen fragen sich die Windischeschenbacher, was hinter den abgeklebten Scheiben am Stadtplatz 13 passiert. Nun lüftet Fabian Prucker das Geheimnis: Er will einen Ausstellungsraum für Massivholztische eröffnen. Der Hausname "Schmiedveit" steht für sein neues Unternehmen. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Das war schon immer mein Traum", erzählt der 32-Jährige. Die Tische will der Metallbaumeister aber nicht teuer einkaufen, sondern selbst herstellen. Die Ideen dazu sind schon sehr konkret. Stolz zeigt er Bilder von ersten, formschönen Stücken. Die Räume am Stadtplatz 13 bieten sich für einen Showroom geradezu an. Das Haus gehört seinen Eltern. "Und ich wohne dort mit meiner Frau."

Die Tische will er in einem Onlineshop im Internet anbieten, in dem sich Käufer ihren Wunschtisch konfigurieren können. Am Stadtplatz entsteht kein Laden im herkömmlichen Sinne, sondern eine reine Ausstellung ohne Öffnungszeiten. "Ich möchte damit die Innenstadt beleben. Es soll sich für die Leute lohnen, durch die Straßen zu bummeln und eben auch einmal vor einem Schaufenster stehen zu bleiben", blickt er in die Zukunft.

Besuch nach Absprache

Seine Heimatstadt liege ihm sehr am Herzen. "Windischeschenbach hat was und ich möchte auch, dass es vorwärts geht." Der Hausname "Schmiedveit" dient ihm als Firmenbezeichnung. "Den habe ich schon schützen lassen." Auch ein Brandzeichen, mit dem er seine Tische kennzeichnen will, hat er sich fertigen lassen. Das passende Logo, ein unten offenes Viereck, dass einen minimalistischen Tisch darstellt, ist in den Schaufenstern mit dem Vermerk "cooming soon" bereits zu sehen. Für Interessenten aus der Region plant er ein besonderes Angebot. "Sie können, natürlich nach Absprache, die Ausstellung besuchen und sich die Tische vor Ort ansehen."

Der Ausdruck "Schmiedveit" stammt aus einer Zeit, bevor der Großvater am Stadtplatz 13 eine Schmiede betrieben hat. "Sie dürfte noch bis 1975 in Betrieb gewesen sein", schätzt Prucker. Danach folgte unter anderem ein Laden für Sportmode, den die Familie Neubauer führte, und ein Versicherungsbüro. Seit knapp drei Jahren steht das Erdgeschoss leer.

Veit steht für Wald

Als Fabian Prucker das Wort "Veit" googelt, stößt er auf eine weitere Bedeutung, die ihn ganz besonders freut. Veit leitet sich vom Althochdeutschen vidu oder vitu ab und heißt soviel wie Holz oder Wald. "Deshalb passt Schmiedveit perfekt für meine Pläne."

Die Vision, Tische aus Metall und Holz zu bauen und zu verkaufen, hatte Prucker schon als kleiner Bub. "Der Tisch in meinem Kinderzimmer, auf dem ich Hausaufgaben machen musste, hat gewackelt, wenn ich geschrieben habe", erinnert er sich. "Und das wollte ich ändern." Sein größter Traum wäre, dass sich seine Leidenschaft für stylische, schöne Tische zu einem gutflorierenden Geschäft entwickelt und als zweites Standbein dienen könnte. Hauptberuflich ist der 32-Jährige Geschäftsführer bei Treppen Prucker, wo er für die Planung und den Verkauf zuständig ist.

Wenn die Sanierung der Räume beendet ist, möchte der Jungunternehmen mit einer offiziellen Einweihung auf sich aufmerksam machen. Prucker schätzt, dass es Mitte bis Ende Mai soweit sein wird.

Es soll sich für die Leute lohnen, auch einmal vor einem Schaufenster stehen zu bleiben.Fabian Prucker

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