28.12.2017 - 20:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Firma Vollath nimmt ersten Lang-Lkw in der Oberpfalz in Betrieb 1,30 Meter Vorsprung

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der blaugelbe Lkw nicht von anderen Sattelzügen. Ein Schild an der Heckklappe mit der Aufschrift "Lang-Lkw" weist auf seine Besonderheit ein: Mit 14,90 Metern ist er um 1,30 Meter länger als herkömmliche Transportfahrzeuge.

Adolf Vollath (links) und Sohn Thomas (Mitte) sind mächtig stolz auf ihren neuen Lang-Lkw, übrigens der erste seiner Art in der Oberpfalz. Dieser ist 14,90 Meter lang und kann 37 Paletten aufnehmen. Reinhard Berger (rechts) von Fliegl Fahrzeugbau GmbH gratuliert. Bilder: mic (2)
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Neuhaus. "Für uns bedeutet das eine große Kostenersparnis", erklärt Fuhrunternehmer Adolf Vollath. "Früher sind wir 11-mal nach Hamburg gefahren, jetzt transportieren wir die gleiche Menge Ware mit 10 Fahrten." Als Beispiel nennt er Aufträge der Firma Witt, bei denen Textilien verladen werden müssen. Maximal 34 Paletten passten bei einem 13,60 Meter lange Lkw auf die Ladefläche. "Jetzt sind es 37." Dass er mit seiner Neuanschaffung der erste in der Region ist und eine Vorreiterrolle einnimmt, freut ihn ganz besonders. Reinhard Berger von Fliegl Fahrzeugbau GmbH in Triptis kann dies bestätigen. "Die anderen Hersteller ziehen zwar nach, doch zurzeit produziert nur unsere Firma diese großen Lkw."

Als vor einigen Monaten die Entscheidung anstand, den Fuhrpark zu erweitern, hatten sich Adolf Vollath und Sohn Thomas viele Gedanken gemacht. "Die großen Sattelaufleger sind heuer endlich freigegeben worden", erzählt Thomas Vollath, der im Familienbetrieb auch hinterm Lenkrad sitzt.

Die Lang-Lkw sind sieben Jahre lang in einem Feldversuch auf ihre Praxistauglichkeit getestet worden - mit positivem Ergebnis. Bundesvekehrsminister Alexander Dobrindt gab grünes Licht. "Zwei Lang-Lkw ersetzen drei herkömmliche. Weniger Fahrzeuge bedeuten auch weniger Emissionen", hieß es im Abschlussbericht der Studie. Anfangs waren die Gefährte nur auf bestimmte Strecken zugelassen, jetzt dürfen sie in ganz Deutschland fahren. Adolf Vollath ist sich sicher: "Das wird sich durchsetzen." Doch nicht jeder kann die langen Transporter steuern. Der Fahrer muss mindestens fünf Jahre ununterbrochene Berufspraxis auf einem schweren Lkw vorweisen können und darf nicht mehr als drei Punkte in Flensburg haben. "Außerdem benötigt man eine zweistündige Einweisung", informiert Vollath junior. "Und die muss man immer dabei haben." Auch viele technische Vorschriften sollen den Einsatz des Lang-Lkw sicherer machen.

Dazu zählt die Rückfahrkamera mit Monitor, ein elektrisch gesteuertes Bremssystem oder die automatische Achslastüberwachung. Zudem sind die Fahrzeuge für den Kombiverkehr geeignet, dass heißt, sie können auf ein Schiff oder die Bahn verladen werden. Dazu gibt es spezielle Verankerungen. Auf der Autobahn ist es dem Fahrer eines Lang-Lkw nicht erlaubt, zu überholen. Die Zugmaschine, die der Euro-6-Norm entspricht, ist auf 80 km/h zugelassen. Der blaugelbe, nagelneue Lastwagen der Firma Vollath steht seit ein paar Tagen auf dem Hof im Neuhauser Gewerbegebiet. Noch hat er ein wenig Schonfrist. "Wir machen auch ein bisschen Urlaub", sagt Thomas Vollath. "Erst im neuen Jahr geht's wieder los."

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