28.09.2017 - 21:20 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Innenausstatter für Schienenfahrzeuge erweitert den Betrieb Volante gefragt wie nie

Die Firma Volante wächst. Ende Oktober will Erich Sperber seine neue Halle in Betrieb nehmen. Das Geschäft boomt. Der Innenausstatter für Schienenfahrzeuge ist gefragt wie nie.

Die neue Halle für die Endmontage ist Ende Oktober fertig. Volante-Chef Erich Sperber führt Bürgermeister Karlheinz Budnik durch das Gebäude. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Neuhaus. 30 mal 40 Meter auf zwei Ebenen misst der Anbau, der mit den bereits bestehenden Gebäuden verbunden ist. "Wir werden so nach und nach umziehen", lautet Sperbers Plan. Vom Neubau verspricht sich der Unternehmer eine Erleichterung der Arbeitsabläufe. "Bis jetzt war unsere Montagehalle im alten Firmengebäude untergebracht", erklärt Sperber. Das befindet sich zwar nur 200 Meter weiter, aber um die Teile zur Endmontage zu bringen, musste bis jetzt ein Lkw be- und wieder entladen werden. "Dieser Arbeitsschritt fällt dann weg." Sperber spart dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Kosten für Transport und die gepachteten Räume. "Die neue Halle rechnet sich auf jeden Fall", freut er sich.

Die Auftragsbücher weisen bereits jetzt eine 70-prozentige Auslastung bis 2021 auf. Volante liefert in neun europäische Länder. Zu den großen Kunden zählen Siemens, Stadler, die Deutsche Bahn AG, die Bahngesellschaften der Schweiz und Österreich, Talgo Deutschland, Alston (Frankreich) und Bombardier (Kanada).

Fast liebevoll streicht Sperber über die Teile, die nach der Bearbeitung durch eine CNC-Fräsmaschine übereinander gestapelt in der Fertigungshalle liegen. "Da ist eines wie das andere", erklärt der Unternehmer.

Zu einem seiner interessantesten Projekte zählt die Ausstattung eines Doppelstockwagens für gehobene Ausstattung. "Dieser Zug soll einmal die Amerikaner durch die Rocky Mountains fahren. Das ist ein Renommee-Objekt." Eine Herausforderung ist auch ein Auftrag aus Holland. Nedtrain will seine Züge renovieren und auf den neuesten Stand bringen. "Dafür produzieren wird Deckenteile, Trennwände, Gepäckablagen, Schränke und Tische." Seit zwei Jahren unterstützt Sohn Michael seinen Vater im Betrieb. "Mich freut sehr, dass er mit eingestiegen ist", sagt dazu der Senior-Chef. Ein großes Lob macht er seiner Belegschaft, die mittlerweile auf 90 Mitarbeiter angewachsen ist. "Ich habe eine gute Mannschaft und bin stolz auf meine Leute."

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