10.03.2017 - 14:52 Uhr
WinklarnOberpfalz

Bilder lassen Frühling erstrahlen

14 Buben und Mädchen aus den Gemeinden Winklarn und Thanstein begaben sich auf die Spuren der Winklarner Hinterglasmaler. Sie erprobten diese alte Technik. Bereits im 18. Jahrhundert malte man in Winklarn Hinterglas. Rott, Ruff, Schwab, Ebner, Wüstner und Wellnhofer waren die bekanntesten Künstlerfamilien.

Die jungen Künstler stellten sich mit Maria Baumer (links) und Annemarie Mösbauer (rechts) vor dem Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei zum Erinnerungsbild. Bilder: amö (2)
von Annemarie MösbauerProfil

Thomas Aquinus Rott bildete sogar junge Menschen in dieser Technik aus, daher der Name der Grundschule, Thomas Aquinus Rott Grundschule Winklarn-Thanstein.

Dokumentationszentrum

Das Dokumentationszentrum der Winklarner Hinterglasmalerei im Eingangsbereich der Grundschule gibt Antwort auf die Fragen "wer, wo, was und wie" zum Thema Hinterglasmalerei in Winklarn. Maria Baumer, die Vorsitzende des Arbeitskreises Hinterglas begrüßte Kinder zwischen 7 und 10 Jahren zu diesem Malkurs. Annemarie Mösbauer führte die jungen Maler in die Besonderheiten dieser Technik ein. Dazu gehören malen auf der Rückseite des Glases, zuerst die Feinheiten, dann die größeren Flächen und zum Schluss der Hintergrund. Buchstaben und Zahlen werden in Spiegelschrift aufgetragen. Nach dem theoretischen Teil ging es ans Eingemachte.

Frühlingsmotive

Die Kinder durften sich selber einen Riss mit einem Frühlingsmotiv (Tulpen, Narzissen, Ostereier, Schmetterlinge, Osterhasen oder Küken im Ei) machen. Diese Vorlagen hatte Annemarie Mösbauer mit den eigenen Initialen und der Jahreszahl 2017 vorbereitet. Die ausgesuchten Motive wurden unter die Glasplatten gelegt. Dann konnten die Farben aufgetragen werden. Voller Eifer und sehr konzentriert arbeiteten die Mädchen und Buben über Stunden hinweg. Bei Fragen standen ihnen Maria Baumer, Annemarie Mösbauer und Evi Schwendner mit Rat und Tat zur Seite.

Große Erleichterung

Die kurzen Trockenpausen nutzten die jungen Maler zur Stärkung mit Saft, Tee und Kuchen. Schnell ging es wieder an die Arbeit, denn das Werk sollte an diesem Nachmittag fertig werden. Gespannt und neugierig beobachteten die Malschüler das Umdrehen der Glasplatten. Ein tiefer Erleichterungsseufzer war jeweils zu hören, als das fertige Bild zu sehen war. Leuchtend ließen die Bilder den Frühling erstrahlen. Stolz und äußerst vorsichtig zeigten sie ihre Kunstwerke ihren Eltern.

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