10.04.2018 - 17:40 Uhr
WinklarnOberpfalz

Arbeitskreis organisiert einen Hinterglas-Malkurs Kunstwerke in Spiegelschrift

Alte Handwerkstechniken pflegen und weitergeben ist in unserer schnelllebigen Zeit besonders wichtig. Der Arbeitskreis "Hinterglas" in Winklarn nimmt diese Aufgabe ernst - und stößt dabei auf großes Interesse.

Der Arbeitskreis "Hinterglas" hatte zum Malkurs eingeladen. Das Interesse war groß und die in zwei Gruppen entstandenen Kunstwerke - nach Motiven von Rosina Wachtmeister - werden sicherlich nicht nur den kleinen Künstlern gefallen. Bild: amö
von Annemarie MösbauerProfil

Der Arbeitskreis "Hinterglas" organisierte in den Osterferien einen Hinterglas-Malkurs für Kinder. Das Interesse war riesig: Schnell meldeten sich 66 Buben und Mädchen aus den Gemeinden Winklarn, Thanstein und Weiding zum Erlernen dieser besonderen Maltechnik an. Aufgrund der großen Nachfrage musste die Aktion auf zwei Nachmittage gelegt werden.

Arbeitskreisvorsitzende Maria Baumer begrüßte die Kinder im Mehrzweckraum der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn/Thanstein. Annemarie Mösbauer hatte bereits Vorarbeit bei den Gläsern geleistet und auch Katzenmotive von Rosina Wachtmeister ausgewählt. Diese wurden als Risse vorbereitet und noch mit der Jahreszahl und der Namen jedes Teilnehmers versehen. Jedes Kind durfte sich seinen eigenen Riss aussuchen und auch individuell gestalten. Schrittweise erklärte Annemarie Mösbauer den jungen Malern die einzelnen Schritte nach den Gesetzmäßigkeiten der Hinterglasmalerei, erst kamen Namen und Jahreszahl in Spiegelschrift auf das Glas, dann folgten die Feinheiten und zum Schluss erst der Hintergrund.

Bei etwaigen Fragen standen den kleinen Künstlern Maria Baumer, Monika Ermer, Evi Schwendner und Patricia Legl helfend zur Seite. Nach drei Stunden konzentrierten Malens wurden die Glasplatten umgedreht und so manches erstaunte "wau" war zu hören. Stolz präsentierten die Kinder zum Abschluss ihre Kunstwerke - jedes ein Unikat von besonderer Schönheit.

"Wann ist wieder so ein Kurs?", wurde öfters gefragt. "Mit so viel Interesse wird die Technik der Hinterglasmalerei nicht aussterben", freute sich Maria Baumer. Sie bedankte sich bei Annemarie Mösbauer für Vorbereitung des Nachmittages sowie bei den drei Helferinnen für die Unterstützung. Ein Hinweis galt noch dem Dokumentationszentrum.

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