Bei "Schlegelwiesen" auch Mischgebiet im Norden einkalkulieren
Nachhaltigkeit gefordert

Lokales
Winklarn
04.05.2013
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Das Mischgebiet im Norden der Gemeinde weist kaum noch freie Flächen auf. Als Reserve reicht das der Marktgemeinde nicht. Damit argumentiert sie nun auch gegen Einwände der Regierung, die sich auf das geplante eingeschränkte Gewerbegebiet "Schlegelwiesen" beziehen. Allerdings ist dazu nun noch eine dritte Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich.

In der Zeit vom 18. März bis zum 19. April lag die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan "Schlegelwiesen" öffentlich aus. Gleichzeitig fand die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange statt. Einstimmig befürworteten die Markträte nun den Beschluss zur Änderung. 19 Träger öffentlicher Belange mussten kontaktiert werden, um die Aufstellung des Bebauungsplanes für das eingeschränkte Gewerbegebiet "Schlegelwiesen" mit integriertem Grünordnungsplan im Parallelverfahren zur bereits erwähnten zweiten Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan fertigstellen zu können. Deren Stellungnahmen waren fast identisch mit den Stellungnahmen des ersten Verfahrens. Bis auf einige Anregungen waren kaum Einwendungen vorgenommen worden. So äußerten sich zum Beispiel die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die EON Bayern, deutsche Telekom, Regierung von Oberfranken oder das Landratsamt Schwandorf.

Anton Brand, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, informierte an dieser Stelle darüber, dass das Vermessungsamt bei der Vermessung des Gewerbegebietes gleich die Daten für die bereits ausgebaute Frauensteinstraße ermittelt, da der Straßenverlauf nicht identisch mit den Flurnummern ist.

Reserve bezweifelt

Architekt Andreas Thammer nahm Stellung zu allen Trägern öffentlicher Belange und erläuterte deren Bedenken und Anregungen. Man sei diesen Vorschlägen nachgegangen und habe entsprechende Beschlussvorschläge gemacht. Näher ging er auf die Forderung der Regierung der Oberpfalz ein. Die Höhere Landesplanungsbehörde verlange eine grundsätzliche Begründung von Neuausweisungen vorzunehmen, was die Marktgemeinde Winklarn auch erfüllt hatte. Allerdings war ein Mischgebiet im Norden (Schlegelwiesen) nicht mit eingestellt worden. Hier hielt die Regierung dagegen, dass Winklarn bereits über ausreichende Reservegebiete verfüge, die bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesen worden sind.

Bereits bebaut

Das Mischgebiet im Norden sei jedoch bereits überwiegend bebaut und daher nicht in der Flächenaufstellung berücksichtigt worden, informierte Thammer. Das Gremium einigte sich aufgrund dieser Problematik darauf, ein Verfahren zur dritten Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan einzuleiten. Die Planung umfasst eine Überprüfung der bisher dargestellten, gemischten Bauflächen und soll sich am Ziel der nachhaltigen Siedlungsentwicklung orientieren. Bürgermeister Hans Sailer bedankte sich beim Architekten und bei VG-Leiter Brand für die Verhandlungen mit den Behörden, denn so sei eine Genehmigung erst ermöglicht worden.
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