Rita Köppl und Brigitte Frey berichten beim Frauenbund über Höhen und Tiefen ihrer Reise
Tour nach Rom erfüllt Lebenstraum

Brigitte Frey (links) und Rita Köppl (rechts) erzählten von der Radtour ins 1 250 Kilomter entfernte Rom. Bild: bej
Lokales
Winklarn
24.04.2013
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"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen." Diese alte Weisheit trifft auch auf Rita Köppl und Brigitte Frey zu, die auf Einladung des Katholischen Frauenbundes Muschenried von ihrer Pilgerreise nach Rom berichteten. Allerdings bewältigten die beiden mutigen Frauen die 1 250 Kilometer lange Strecke nicht auf die übliche Weise, mit Bus oder Flugzeug, sondern sie "sattelten" ihre Fahrräder und traten fleißig in die Pedale.

Natürlich hielt diese Strecke nach Süden nicht nur Höhen, sondern auch viele Tiefen bereit und diese Reiseeindrücke schilderten die beiden im Cafe Schuhmacher vor zahlreich erschienen Gästen in Wort und Bild. Am 13. August 2007 brachen die Pilgerinnen in Teunz auf, jedoch nicht ohne den "Reisesegen" und ein Verpflegungspaket von Pfarrer Leo Heinrich, bei dem Rita Köppl als Pfarrhaushälterin beschäftigt war.

Richtig in Fahrt

"Frei wie ein Vogel" - auch im tiefen Innern, mit diesem Gefühl machten sie als erstes Station in Kelheim, wo sie bei Pfarrer Josef übernachten konnten. Weiter ging es nach Freising, allerdings hatten die Radlerinnen hier bereits mit Regen und heißen Temperaturen zu kämpfen. Kurz waren da die Gedanken ans "Aufgeben", denn auch die Schmerzen vom langen und monotonen Fahren ließen nicht lange auf sich warten. Doch nach drei Tagen waren sie so "richtig in Fahrt", es wurde die Stadt München bei 33 Grad Celsius durchquert und Bad Tölz war das nächste größere Ziel.

Hilfsbereite Leute

Rita Köppl erzählte auf humorvolle und eindringliche Weise vom Grenzübertritt nach Österreich, vom Erreichen von Passhöhen, aber auch von netten und hilfsbereiten Menschen, die den Radlerinnen begegnet sind. So wurden sie unterstützt bei der Quartiersuche, beim Finden der richtigen Route oder sie wurden durch größere Städte "hindurch gelotst." Oftmals wurden Kirchen zur Rast oder zum Abkühlen aufgesucht, aber auch als Schutz.

Immerhin wurden die Frauen fast acht Tage lang vom Regen begleitet. "Wir fühlten uns wie Fische", bemerkte Rita Köppl sinnigerweise. Auch triste und staubige Landschaften mussten durchfahren werden, viel ging es bergauf und einige Male musste im Zelt auf einsamer Flur übernachtet werden. Im Gegenzug ging es wieder steil bergab bei Nebel und Dauerregen und mitten in einer italienischen Siesta mussten sie eine Werkstatt finden, die die Bremsklötze an den Rädern erneuerte.

Städte wie Innsbruck, Verona, Bologna, Florenz und Siena brachten sie ihrem Ziel, der Vatikanstadt, immer näher, es warteten aber auch Strapazen auf die Pilgerinnen.
So wurden sie einmal des Nachts im Zelt von Mäusen und Wildschweinen besucht und ohne einen hilfreichen Motorradfahrer hätten sie sich im Straßengewühl von Siena hoffnungslos verfahren. Schließlich erreichten sie voller Vorfreude und Erleichterung die "Ewige Stadt" und fielen sich hier in die Arme.

Sie sind sich sicher, es mit "Gottes Hilfe" geschafft zu haben und freuen sich darüber, sich einen Lebenstraum erfüllt zu haben. Sie rieten den gespannt lauschenden Zuhörern, sich zumindest einmal im Leben einen besonderen Traum zu erfüllen und wollen das Erlebte auf keinen Fall missen.

Mit Zug zurück

Nach der Rückfahrt mit dem Zug trafen die Pilgerinnen am 1. September wieder in der Heimat ein, wo schon viele sehnsüchtig auf ihre Rückkehr warteten. Zweite Vorsitzende Christa Dietl bedankte sich bei den Referentinnen und zollte großen Respekt vor dieser großartigen Leistung.
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