20.03.2018 - 20:00 Uhr
Winklarn

Diskussion im Winklarner Marktrat Absperrung bei Schneeberger Kirche bleibt

Bei der Marktgemeinderatssitzung liegen Bauanträge für einen Bio-Mutterkuhstall und ein Ferienhaus vor. Außerdem sorgt die vor 20 Jahren angebrachte Absperrung beim Schneeberger Kirchenaufgang für Diskussionsstoff. Sicherheit und Streupflicht sind dabei die wesentlichen Punkte.

Entfernen oder beibehalten? Der Marktgemeinderat will die Absperrung am Weg zur Schneeberger Kirche stehen lassen. Bild: bej
von Johanna BaierProfil

Bürgermeisterin Sonja Meier eröffnete die Marktgemeinderatssitzung im Rathaus. Längere Diskussionen wurden durch den Antrag von Gemeinderatsmitglied Monika Ermer auf Beseitigung der Absperrung beim Kirchenaufgang in Schneeberg hervorgerufen. Der Antrag wurde damit begründet, dass die Entfernung hinsichtlich der Räum- und Streupflicht sinnvoll sei: "Das gemeindliche Fahrzeug kann nicht durchfahren." Wie Bürgermeisterin Sonja Meier anmerkte, spiele auch die Haftungsfrage eine Rolle, "denn momentan Streuen und Räumen zwei Privatpersonen."

An der Staatsstraße

Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Absperrung vor etwa zwanzig Jahren errichtet wurde, um die Kinder vor der gefährlichen Staatsstraße zu schützen. Allerdings befand sich damals noch der Spielplatz an der Kirche. "Diese Stelle birgt nach wie vor großes Gefahrenpotenzial, da die Einmündung in die Hauptstraße abrupt erfolgt", war sich die Mehrheit der Räte einig. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben. Die Anlieger werden nun auf ihre Räum- und Streupflicht hingewiesen. Bürgermeisterin Sonja Meier leitete zu den vorliegenden Bauanträgen über. Den Neubau eines Bio-Mutterkuhstalles mit Nachzucht auf dem Grundstück mit der Flurnummer 344 der Gemarkung Muschenried beantragt die Beimweber GbR Muschenried. Hierzu wurde angemerkt, dass die Wasserversorgung dem Antragsteller selbst überlassen sei oder über den vorhandenen Anschluss in der Lettenstraße sichergestellt werden muss. Außerdem wurde eine Nutzungsänderung für den bestehenden Maschinenschuppen eingereicht. Diese wird an das Landratsamt weitergeleitet. Das gemeindliche Einvernehmen erfolgte einstimmig. Dr. Stephan Reng und Franziska Reng aus München beabsichtigen, auf dem Grundstück mit der Flurnummer 134 der Gemarkung Winklarn ein Ferienhaus zu bauen. Auch hier erfolgte das gemeindliche Einvernehmen einstimmig.

Vom Markt Winklarn sollen zwei Personen zur Wahl der Jugendschöffen für die Amtszeit 2019 bis 2023 vorgeschlagen werden. Manfred Mösbauer und Annemarie Mösbauer werden für dieses Amt als Vorschläge an das Landratsamt weitergeleitet. Der Landkreis Schwandorf hat ein Mobilitätskonzept erstellt. Mittlerweile wurden von der Regionalbus Ostbayern GmbH die vorläufigen Fahrpläne für die künftigen Bedarfsverkehre (Rufbusse) erstellt. Der Markt Winklarn nahm diese einstimmig zur Kenntnis. Bürgermeisterin Sonja Meier erklärte kurz das Prozedere. Die Anmeldung zur Fahrt ist bis 60 Minuten vor dem geplanten Abfahren möglich, der Bus fährt nur nach Anmeldung. Ratsmitglied Maria Baumer verwies eindringlich auf die erforderliche Nutzung dieses Angebotes, sonst wird der Busbetrieb eingestellt. "Die momentan einzige Möglichkeit zur Nahversorgung, die auch den Bahnhof in Bodenwöhr und Nabburg ansteuert." Sie hofft auch auf Werbung für diese Einrichtung, damit das Angebot in der Öffentlichkeit auch ankomme.

Ausgaben für Feuerwehr

Sonja Meier gab noch folgende nichtöffentlich gefasste Marktratsbeschlüsse bekannt: Der Auftrag für die Pflege der Waldwege im Bereich des Frauenstein (inklusive Kreuzbergweg) wurde an die Firma Michael Sax, Hagenmühle vergeben. Die Pflegemaßnahmen sind jährlich mindestens zweimal durchzuführen. Der Auftrag für die Lieferung des Fahrgestells bei der Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Schneeberg wurde der Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH erteilt (Angebotssumme: 40 275 Euro brutto). Gleiches gilt für den Auftrag für die Lieferung des Fahrzeugaufbaus (51 707 Euro brutto). Die Firma Sturm Feuerschutz GmbH erhielt den Auftrag für die Lieferung der Beladung des TSF (17 808 Euro brutto). Eine öffentliche Sitzung folgte.

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