04.10.2017 - 20:00 Uhr
WinklarnOberpfalz

Ehrenpate hinter der Landkreisgrenze Knifflige Aufgaben gut gelöst

Zwar nur ins Nachbardorf - aber gleich in einen anderen Landkreis - musste die Feuerwehr Haag auf der Suche nach einen Ehrenpaten für das Vereinsjubiläum 2018. Die Irlacher Wehr testete die Bittsteller in mehreren Disziplinen, bevor es eine Antwort gab.

Eine große Waage war die Bühne, auf der mit dem richtigen Gewicht das Alter des künftigen Ehrenpatenvereins ermittelt werden musste.
von Johanna BaierProfil

-Haag. "A groaß Anliegen treibt uns heind af Irlach her. Nächst Joar Pfingsten feiern mir und weil mir da jede Unterstützung bracha, hamma gmoint ihr kannts uns den Ehrenpaten macha." Mit dieser Bitte trat die Feuerwehr Haag, die an Pfingsten 2018 ihr 135-jähriges Gründungsjubiläum begeht, an die Irlacher Kollegen heran.

Gute Nachbarschaft

Die Ortschaft Irlach liegt nur zwei Kilometer entfernt im Nachbarlandkreis Cham. Trotzdem zeichnet ein immer gutes Verhältnis zueinander die Beziehung der beiden Orte und auch der Wehren aus. Bei früheren Festen wurden schon Patenschaften übernommen und diese erfolgreich ausgeführt. Musikalisch angeführt von der "Blescher Blosn" nahm eine starke Abordnung der Haager Wehr mit Festmutter Annette Pößl, Festbraut Helena Streck, den Festdamen, Bürgermeisterin und Ehrenschirmherrin Sonja Meier und etlichen Zuschauern am Ortseingang von Irlach Aufstellung.

Auch die Irlacher waren gut vertreten mit ihren Festdamen und Feuerwehrkameraden. Kommandant Josef Wutz aus Haag trug in gereimter Form die Bitte um Übernahme der Ehrenpatenschaft vor und meinte: "Derer Landkreisgrenz derf es ned gelinga Haag und Irla auseinaderzubringa." Vorsitzender Franz Albang aus Irlach freute sich zwar über die angetragene "Ehr", doch wollte er schon wissen, was die Ehrenpatenschaft wert sei. Natürlich waren die Haager nicht mit leeren Händen gekommen. Musik, Brotzeit und Bier waren im Gepäck und sollten eine gesellige Feier garantieren. Vorher galt es jedoch noch, verschiedene Aufgaben zu bestreiten. Zu Beginn wartete eine "schwere Partie" auf die Haager. "Wie alt ist die Feuerwehr Irlach?", lautete die Frage und die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen (120 Jahre).

Prüfungsstress

Das Kopfrechnen ging weiter, denn es sollte das Gesamtalter der Irlacher Vorstandschaft (elf Personen) ermittelt werden. Die richtige Antwort mussten die Haager dann buchstäblich "auf die Waage bringen". Auch diese Aufgabe wurde gut gelöst, denn mit 330 Kilogramm war man der Lösung (320 Jahre) ziemlich nahe. Bei der nächsten Station stand die Trinkfestigkeit der Bittsteller auf dem Prüfstand. Fünf Vorstandsmitglieder erhielten große "Plastiklätzchen", dann mussten sie sich hinknien und es galt ohne Hilfe der Hände von einem vorbereiteten Brett gefüllte Biergläser komplett zu leeren. Festmutter und Festbraut waren für das "Dirigieren" des Brettes verantwortlich. Für die bravourös geleistete Herausforderung gab es reichlich Beifall.

Doch noch immer nicht ganz überzeugt, forderten die Irlacher eine dritte Aufgabe. Der Zug bewegte sich zur Kirche und dort wurde die dritte Strophe der Bayernhymne verlangt. Zum Glück war Ehrenbürger und Musiklehrer Hans Bock unter den Zuschauern. Mit dessen Unterstützung schafften es dann die Haager und waren dann endlich erlöst vom "Prüfungsstress". Im Feuerwehrhaus Irlach wurde die Zusammenarbeit besiegelt, die Fahnen gekreuzt und auf ein gutes Miteinander angestoßen. Bei zünftiger Musik und Brotzeit klang der Abend stimmungsvoll aus.

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