06.05.2018 - 20:00 Uhr
WinklarnOberpfalz

Florianstag in Winklarn: Gefahr als fester Begleiter

Glaube spielt für die Feuerwehrleute eine wichtige Rolle. Davon ist Stadtpfarrer Stefan Wagner überzeugt: "Nur auf diesem Weg steht die Verbindung zu Gott und die Nächstenliebe verliert nicht ihr Fundament."

Mit einer beeindruckenden Predigt zum Florianstag in Winklarn verinnerlichte Stadtpfarrer Stefan Wagner die Werte, für die die Feuerwehr steht.
von Johanna BaierProfil

So zog der Geistliche den Bogen von den Taten des Schutzpatrons Florian zur Gesinnung der Feuerwehrkameraden in der heutigen Zeit. Insgesamt 14 Wehren aus dem KBM Bereich 3/1 (Oberviechtach und Winklarn) beteiligten sich am Florianstag in Winklarn, den die dortige Wehr im Pfarrsaal ausrichtete. Die Festlichkeiten starteten mit einem Kirchenzug über den Marktplatz, der von der Formation "4-Mann Quintett" aus Nabburg angeführt wurde.

Verbundenheit gezeigt

Vertreten waren der Marktgemeinderat mit Bürgermeisterin Sonja Meier, Altbürgermeister Johann Sailer, Bürgermeister Heinz Weigl aus Oberviechtach und Ehrenbürger Hans Bock. Stadtpfarrer Stefan Wagner aus Neunburg zelebrierte den Gottesdienst und freute sich über die gute Beteiligung von Feuerwehrfrauen, - männern und dem Nachwuchs. "Die Feuerwehr braucht kein Maskottchen, sie hat den Schutzpatron Florian" leitete er den Gottesdienst ein und lobte die Aufrechterhaltung der Tradition mit dem Abhalten des Florianstages. Der Kirchenchor unter der Leitung von Organist Hans Bock sorgte für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes.

Mit drei Szenarien vom Verkehrsunfall, dem tödlichem Unglück eines Feuerwehrmannes bei Rettungsarbeiten beim Angriff auf das World Trade Center bis hin zum großen Opfer des Heiligen Florians verdeutlichte er, was Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe bedeutet. Florian war hoher Provinzbeamter, der seine Karriere bei der Christenverfolgung aufs Spiel setzte. Als er von 40 inhaftierten Christen erfährt, auf die die Todesstrafe wartet, will er helfen und wird selbst festgenommen. Zusammen mit seinen Glaubensbrüdern wird er in die Ems geworfen und ertränkt. Damit legte er Zeugnis für seinen Glauben ab und nahm sogar den Tod auf sich um anderen zu helfen. Das prädestiniert ihn als Schutzpatron für die Feuerwehrler, die ebenfalls Unsicherheit und Gefahr als ständigen Begleiter bei Einsätzen dabei haben. Kommandant Peter Killermann dankte allen Helfern und lobte die gute Gemeinschaft der Wehren. Da Winklarn spontan aufgrund eines fehlenden Ausrichters für den Florianstag zugesagt hatte, appellierte er für die Zukunft: "Erhaltet den Florianstag am Leben.""An 365 Tagen im Jahr seid ihr im Einsatz - ganz nach dem Leitspruch einer für alle, alle für einen" würdigte Bürgermeisterin Sonja Meier das Engagement der Feuerwehr.

Für Einsatz gedankt

Außerdem sei die Feuerwehr eine Institution, die aus dem Vereinsleben von Gemeinde und Stadt nicht mehr wegzudenken sei. Kameradschaft wird großgeschrieben, daraus resultiert auch die hervorragende Jugendarbeit. Sie dankte für den selbstlosen Einsatz und für die gute Teilnahme am Florianstag.

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