Heilpraktiker rät zu sparsamem Umgang mit Zucker und bewusstem Essverhalten
Von der Gier nach süßem Gift

Vor einem zu hohem Zuckerkonsum warnt Heilpraktiker Oliver Günzel. Bild: bej
Vermischtes
Winklarn
10.04.2018
84
0

"Zucker hat ein enormes Abhängigkeitspotenzial", leitete Heilpraktiker Oliver Günzler seinen Vortrag beim Gartenbauverein Schneeberg über den Umgang mit weißem Zucker ein. Ein maßvoller Gebrauch sei sehr schwierig, da sich oft eine regelrechte Gier nach Süßem entwickelt habe. Das belegen auch die ermittelten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation.

Die empfohlene Tagesmenge Zucker liegt bei 25 Gramm pro Tag pro Person, konsumiert werden jedoch durchschnittlich 100 Gramm. Mit einigen Beispielen untermauerte der Referent die Tatsache, dass Zucker fasst überall enthalten ist, auch wenn er nicht sichtbar ist: 200 ml Eistee beinhalten 5 Zuckerwürfel, im Energy Drink finden sich 9 Stück und in 100 Gramm Kondensmilch stecken 54 Gramm Zucker.

Der Konsum von viel Zucker mache langfristig krank. Der Blutzuckerspiegel sei einem ständigem Auf und Ab ausgesetzt, Naschen erzeuge zwar ein angenehmes Gefühl, welches aber nur von kurzer Dauer ist. Dann verlangt der Körper innerhalb kürzester Zeit Nachschub - und man isst viel zu viel. Durch dieses falsche Essverhalten kann Diabetes hervorgerufen werden, eine Schädigung der Darmflora ist möglich ebenso wie Übergewicht und viele damit verbundene Krankheiten.

Oliver Günzler gab zunächst den Tipp, sich beim Essen Zeit zu nehmen und vor allem ohne Stimulanzien wie Handy, Zeitung, Fernseher oder Radio zu essen. Nur so könne das Essen in den Körperzellen ankommen, was bei Anspannung nicht der Fall ist. Um Zucker zu sparen, empfahl er, beim Frühstück vollkommen auf Süßes zu verzichten, nur Wasser statt gesüßter Getränke zu trinken und Obst zu verzehren, um den Hunger auf Süßes zu stillen. Auch Weißbrot und Weißbrotprodukte könnten die Gier nach Süßem anstacheln, deshalb riet er, nach möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln zu greifen. Generell sollte weißer Zucker eingespart werden. 10 Minuten vor dem Essen und 20 Minuten danach sollte keine Flüssigkeit aufgenommen werden, so der Referent. Nur dann könne der Verdauungsprozess ideal verlaufen.

Schließlich erläuterte Günzler die "etwas andere Ernährungspyramide." Ganz unten befindet sich die feste Nahrung, in der zweiten Etage die flüssige Nahrung, dann folge Luft und schließlich ganz oben die elektromagnetischen Impulse (Gehirnströme, Herzströme). Letzteres sei am wichtigsten, denn unser Denken und Fühlen beeinflusst auch das Essverhalten. Beim Essen sollte außerdem ein Gefühl des Dankes vorherrschen - "und man sollte darüber nachdenken, was und wie man Nahrung aufnimmt". Leider werde durch die Medien der Baustein "feste Nahrung" viel zu wichtig genommen und in den Vordergrund gerückt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.