21.03.2018 - 20:00 Uhr
Winklarn

Jagdgenossen fordern Reduzierung der Wildschweine Sorgenfalten wegen Schweinepest

"Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann die Krankheit bei uns ankommt." So schätzt Jagdvorsteher Gerhard Dietl die Gefahr ein, die von der Afrikanischen Schweinepest droht. Sie war Thema bei der Bilanz der Jagdgenossen, der auch Bürgermeisterin Sonja Meier, die Jagdpächter Eduard Kunschir, Manfred Mösbauer und Sebastian Wellnhofer senior sowie Mitbegeher Rainer Mösbauer, Katharina Turban und Sebastian Wellnhofer junior beiwohnten. In seinem Bericht ging Dietl auf die Aktualisierung des Jagdkatasters ein. Er schlug vor, dazu in Zukunft ein Programm des Bauernverbandes zu verwenden. Dietl informierte über einen Vortrag über Afrikanische Schweinepest. Demnach ist die Gefahr der Einschleppung groß. Der globale Handel und die Entsorgung von Essensabfällen würden die Übertragung begünstigen. Darum sei es unbedingt notwendig, die Wildschwein-Bestände zu reduzieren. "Große Futterquellen sind die Maisfelder, sogar untergepflügte Maiskolben werden von den Wildschweinen im Folgejahr ausgegraben, und es entstehen große Schäden", gab Dietl zu bedenken und forderte, liegengebliebene Maiskolben möglichst vom Acker zu entfernen.

von Annemarie MösbauerProfil

Des Weiteren informierte er die Jagdgenossen, dass der Pachtvertrag nächstes Jahr abläuft, Kunschir wolle aber eine Verlängerung beantragen. Es sei sehr erfreulich, wenn die Jagd weiter bei erfahrenen und ortsansässigen Jägern bleibt. Die Versammlung folgte dem Vorschlag, den Erlös aus der Jagdpacht auszubezahlen: 3,50 Euro pro Hektar (Auszahlung im April über die Raiffeisenbank). Über die Auszahlungsform müsse man sich jedoch aufgrund der gestiegenen Bankgebühren in Zukunft Gedanken machen. Für die nicht abgeholten Beträge schlug Dietl vor, sie für die Instandsetzung des Langenfurter Wegs zu verwenden, was auch einstimmig gebilligt wurde. Diesbezüglich gebe es auch einen Antrag um Unterstützung durch die Kommune, da es sich auch um eine beliebte Wanderstrecke handelt, nicht nur um einen Feldweg. Bürgermeisterin Sonja Meier versprach, im Gemeinderat darüber zu beraten. Es sollen auch weitere Wege wie der Zengeröderweg Richtung Kulzerstaatsstraße instand gesetzt werden.

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