Keine baumüden Gemeindebürger in Winklarn

Für zehn Jahre Ferienprogramm dankte Bürgermeisterin Sonja Meier der Jugendbeauftragten Monika Ermer (li).
Vermischtes
Winklarn
02.10.2017
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Neue Häuser, Ställe und Garagen sorgen in der Gemeinde Winklarn dafür, dass dem Baugewerbe die Arbeit nicht ausgeht. Doch nicht jedes Projekt deckt sich mit den Interessen des Marktes.

Überwiegend Bauanträge standen zur Behandlung bei der öffentlichen Sitzung des Marktrats in Winklarn an. Im Gremium herrschte Einstimmigkeit bei der Beschlussfassung zu folgenden Anträgen: Michael Sorgenfrei beabsichtigt, in Schneeberg ein Wohnhaus zu errichten. Ein Antrag auf Bau eines Jungviehstalles mit Bergehalle und Güllegrube lag von Josef Scherr aus Haag vor. Annette Pregler hatte eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses in Haag eingereicht. Franziska und Rudolf Simbeck aus Haag stellten einen Antrag auf Anbau einer Doppelgarage mit Aufenthaltsräumen an die bestehende Scheune in Haag.

In Winklarn wollen Gabriele und Jürgen Zapf einen bestehenden Schuppen abbrechen. Sie planen stattdessen den Neubau eines Nebengebäudes mit Garagen und Wohnnutzung. In letzterem Fall war das gemeindliche Einvernehmen allerdings mit einer Stellungnahme der Gemeinde als Grundstücksnachbar verbunden: Der Markt Winklarn beabsichtigt nämlich auf den Grundstücken mit den Flurnummern 22, 24 und 37 (Thammer-Anwesen) die Errichtung eines Zentrums für Baukultur und Denkmalpflege. Die Planungen hierfür sind in Gange, aber noch nicht abgeschlossen. Hinsichtlich des vorliegenden Antrages könne einer eventuell erforderlichen Abstandsflächenübernahme nicht zugestimmt werden.

Das Gremium machte deutlich, dass im Bereich der Fläche 37 für das gesamte Areal Parkplätze vorgesehen und genehmigt sind. Beim Betrieb des Zentrums und bei Veranstaltungen sei diesem Bereich mit Pkw-Verkehr auch in den Abendstunden zu rechnen. Der betroffene Bereich ist Bestandteil der Satzung für das Sanierungsgebiet "Gemeindeteil Winklarn" in der Städtebauförderung.

Bürgermeisterin Sonja Meier verwies auf die Änderung des Aufstellungsortes der E-Bike Ladestation in Muschenried. Aus versicherungstechnischen Gründen wurde diese nun an der Brunnenanlage installiert. Desweiteren gab sie folgende nichtöffentliche Beschlüsse bekannt: Die Errichtung eines Gehweges entlang der "Rötzer Straße" in Winklarn vom Leichenhaus bis zur Gewerbegebietsstraße "Am Steinbruch" wurde für erforderlich gehalten. Als Oberflächenbelag ist ein Pflaster vorgesehen. Der Auftrag für die Straßenbeleuchtung im Bereich der Mischgebietsstraße "Am Stadelfeld" an die Bayernwerk AG wurde genehmigt (4449 Euro). Der Auftrag zur Hauptprüfung der Brückenbauwerke nach DIN 1076 wurde an die Ingenieurgesellschaft Knijnenburg undKuthan aus Deggendorf vergeben (6716 Euro).

Bürgermeisterin Meier berichtete von einem unsachgemäßen Entsorgungsverhalten am Abladeplatz für Äste. Leider fände sich unter dem Astwerk auch Laub, Gras, Sumpfpflanzen, Wurzelstöcke und letzthin sogar Eternitplatten. "Durch solche Anlieferungspraxis kann es zu Mehrkosten für alle kommen", warnte sie.
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