Kupfer bremst die Daten

Siegfried Schollerer informierte bei der Bürgerversammlung, wie die Kommune mit dem Breitband-Ausbau vorankommt. Bild: bej
Vermischtes
Winklarn
09.12.2016
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Im Moment läuft der Breitbandausbau im Gemeindegebiet Winklarn. Die Baustellen sind nicht zu übersehen. Doch nicht jede Leitung ist neu und besteht aus Glasfaser.

Über den aktuellen Stand und die weitere Vorgehensweise informierte Siegfried Schollerer vom Planungsbüro BBN Breitbandnetwork auf der Bürgerversammlung in Winklarn. Grundsätzlich schickte er voraus, dass die neue Glasfasertechnik von der Vermittlungsstelle bis zum Verteilerkasten das bisherige Kupfersystem ablöst.

So kommen die Glasfaser und damit die schnellere Geschwindigkeit im Netz näher zum Kunden. In diesem Zuge sind neue Verteilerkästen nötig, die mit den Glasfaserleitungen verbunden sind. Ab dem Verteilerkasten baut die neue Technik jedoch auf die bestehende Kupfer-Infrastruktur auf und gelangt auch über die vorhandenen Leitungen in die Häuser. Je länger diese Kupferkabel sind, umso langsamer wird auch die Geschwindigkeit der Übertragung. Im Erschließungsgebiet, das Schollerer für das gesamte Marktgebiet auf Karten aufzeigte, sollen nach Abschluss 30 Megabit vorhanden sein. Auch jene Haushalte, die sich nicht im Erschließungsgebiet befinden, werden eine Aufwertung erhalten, da das Übertragungssignal schließlich nicht an der Grenze haltmacht.

Bis Februar 2017 soll der mit der Telekom geschlossene Vertrag zur Glasfasererschließung erfüllt sein. Die Kunden erhalten dann ein Anschreiben und müssen reagieren, denn automatisch profitiert der Abnehmer nicht von der neuen Geschwindigkeit.

Der Hausanschluss muss per Antrag auf die neue Leitung umgeschaltet werden, unter Umständen passt auch das Endgerät nicht. Die Fragen nach eventueller neuer Hardware oder einer Neuverkabelung im Haus müssen durch einen Fachmann geklärt werden.

Ist der Kunde nicht bei der Telekom, muss er sich darüber informieren ob sein Anbieter die neue Leitung der Telekom anmieten wird. Die nächste Stufe des Ausbaus läuft über ein Bundesprogramm, auch hier ist der Markt Winklarn bereits beteiligt. Flächendeckend soll ein Hochgeschwindigkeitsnetz geschaffen werden. Ein Breitband-Anschluss soll dann Standard sein.
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