14.09.2017 - 18:06 Uhr
WinklarnOberpfalz

Wiederholung des Backofenfestes ein Riesenerfolg

Knusprige Roggenbrotlaibe werden nach alter Manier aus dem Backofen geholt. Da schaute auch die junge Generation gerne zu. Beim zweiten Backofenfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft Muschenried-Haag war aber noch viel mehr Interessantes geboten.

Das Einschießen der Laibe will gekonnt sein. Bäcker Michael Liebl (links) und Josef Schneider arbeiteten im Team.
von Johanna BaierProfil

-Haag. Mit einem Festgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder startete die Neuauflage des erstmals 2010 organisierten Backofenfestes auf dem Schneiderhof in Haag. 1948 entstand dort der familieneigene Backofen, mit dem Ludwig Schneider eine lange Backtradition begründete, die bis ins Jahr 1980 andauerte. Der jetzige Hausherr Josef Schneider war also bereits im jugendlichen Alter mit dem Backen vertraut.

Im Jahr 2008 beschloss er, den stillgelegten Ofen zu renovieren und wiederzubeleben, was 2010 mit einem Fest gebührend gefeiert wurde. Nach dem Gottesdienst, den Pfarrer Eugen Wismeth zelebrierte, formierte sich ein Kirchenzug zum Feststodl der Familie Schneider, den die Blaskapelle Kunschir musikalisch anführte. Es folgten die Vereine mit den Fahnen und zahlreiche Gäste. Zünftige Klänge begleiteten den Frühschoppen und das Mittagessen. Hier war die Auswahl mit Gyros, Spanferkel und Gegrilltem reichlich.

Mit Kutsche durchs Dorf

Natürlich gab es auch lecker belegte Brote aus dem Backofen, der ja schon am Vorabend in Betrieb war. Vorsitzender Walter Paschen freute sich über die gute Resonanz und begrüßte viele Vereinsabordnungen aus den Nachbarorten, den Kreisvorsitzenden Josef Hauer und die Zweite Bürgermeisterin Maria Baumer.

Walter Paschen blickte zurück auf die Geschichte des Backens im Hause Schneider und bedankte sich beim Hausherrn Josef Schneider, dessen Mutter Maria Schneider und dem Bäcker Michael Liebl. Er überreichte Urkunden und einen Blumenstrauß als Dankeschön und Anerkennung. Der Festnachmittag gestaltete sich kurzweilig, die Gäste konnten bei einer Oldtimerausstellung 29 Fahrzeuge besichtigen, oft gaben auch die Besitzer Auskunft und beantworteten Fragen. Für den Nachwuchs war Helmut Streck mit seinem prächtigen Kutschengespann unterwegs und chauffierte die Kinder durchs Dorf. Beim reichhaltigen Kuchenbuffett hatten die Gäste die Qual der Wahl, außerdem wurden nachmittags auch Pizzen im Ofen gebacken. Gerne erläuterte das "Backteam" um Josef Schneider und Michael Liebl die Teigherstellung und den Ablauf im Ofen.

Brote "eingeschossen"

Aus 35 Kilo Roggenteig entstehen 30 Brote, die den Ofen dann ausfüllen. Hierzu wird am Vorabend Natursauerteig hergestellt, der zwölf Stunden ruhen und durchsäuern muss. Am Morgen werden per Hand Mehl, Salz, Wasser, Hefe und Gewürze hinzu geknetet. Die geformten Laibe ruhen dann eine halbe Stunde in einer Teigschüssel, ehe sie "eingeschossen" werden. Bei 300 Grad verbringen diese Köstlichkeiten dann eine Stunde im Backofen. Die Nachfrage war enorm, schmeckt ein frisches Backofenbrot doch hervorragend zur Brotzeit. Der Abend klang mit der "Heibodnmusi" stimmungsvoll aus. Bei den Veranstaltern gab es nur zufriedene Gesichter. Der Dank gilt allen Helfern und Freunden und natürlich Josef Schneider für die Überlassung seines Hofes.

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