11.03.2018 - 15:26 Uhr

Beim One-World-Turnier vergessen minderjährige Flüchtlinge für einen Moment ihre teils ... Einfach nur Fußball spielen

"Gemeinsam haben sie ihre Begeisterung für den Fußball, für alle gelten die gleichen Regeln und man spricht mittlerweile eine gemeinsame Sprache, nämlich Deutsch", sagte Werner Konheiser, Sprecher von Amberg hilft Menschen, bei der Eröffnung des One-World-Fußballturniers in der Halle des CSV Conrad Sportvereins in Hirschau.

Die Siegermannschaft des One-World-Fußballturniers kommt von der DJK-Sportbund Amberg. Bild: exb/Geiss
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Die Fußballer kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien und Irak. Sie wohnen in Einrichtungen für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Insgesamt vier Teams der Einrichtungen Haus Meilenstein Amberg und Haus Esperanto Auerbach sowie das One-World-Team von der DJK-Sportbund Amberg nahmen teil. Als klarer Sieger, weil ungeschlagen, ging die Mannschaft von DJK-Sportbund Amberg hervor. Bei der Siegerehrung gab es zur Freude aller, eine Baseball-Cap mit One-World-Logo als Erinnerungsgeschenk.

"Bei aller Freude, darf man nicht übersehen, dass die Jugendliche unter ihrer teilweise ausweglosen Situation leiden", sagte Michael Geiss, Vorsitzender von Amberg hilft Menschen. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Jugendlichen nach erfolgreichem Schulabschluss und dem Erlernen der deutschen Sprache, keine Ausbildung machen dürfen." Dies würde der Perspektivlosigkeit entgegenwirken und wäre nur von Vorteil. Die Ehrenamtlichen der Initiative haben sich deshalb vorgenommen, die Jugendlichen nicht alleine zu lassen. Es müssten Perspektiven aufgezeigt werden, wie die Wartezeit sinnvoll gestaltet werden kann. Konheiser warnt: "Das Abdriften in Alkohol, Drogen und Gewalt steht immer im Raum, wenn junge Menschen keine Perspektiven haben." Die Bürgerinitiative setzte sich daher ein, dass jeder eine Ausbildung machen könne.

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