03.04.2018 - 13:20 Uhr
Oberpfalz

Wolfgang Wessely ist seit 50 Jahren Amateurfunker Noch immer mit Leidenschaft

Die Amberger Funkamateure treffen sich zu ihrer Hauptversammlung. Das Ergebnis der Neuwahlen zeigt erneut, dass die Mitglieder mit der bisherigen Führungsmannschaft mehr als zufrieden sind.

Bezirksvorsitzender Peter Frank (links) gratuliert den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern (weiter von links): Manfred Heisel, Wolfgang Wessely (50 Jahre Mitglied), Franz-Josef Heimerl und Helmut Appel. Bild: wws
von Autor WWSProfil

Der Rückblick des Vorsitzenden Manfred Heisel fiel wegen der Summe der Aktivitäten im zurzeit 80 Mitglieder starken Ortsverband recht umfangreich aus. Doch Heisel bedankte sich zunächst bei Michael Lehner und Sepp Hollweck, die das Vereinsgelände pflegen. Im Katastrophenfall wäre man in Amberg durch die regelmäßigen Notfunkübungen gut gewappnet. Der Ortsverein ist Mitglied im Stadtjugendring. Er beteiligt sich regelmäßig am Ferienprogramm der Stadt und am "Sendung mit der Maus"-Türöffner-Tag in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Dank vieler Helfer werden die Station und das Gebäude samt Equipment und Antennen laufend gewartet und in einem technisch einwandfreien Zustand gehalten, sagte Heisel. Auf dem 70-Zentimeter-Band werden Relaisfunkstellen betrieben, um auf UKW den Landkreis auch mit Handfunkgeräten abzudecken. Über eine zwischenzeitlich digitale Variante werden auf diesem Gebiet zudem experimentell Erfahrungen gesammelt.

Erwähnt wurden die regelmäßigen Treffen an der Clubstation, ebenso Vortragsreihen. Thomas Kölpin und Bernd Wiesgickl betreiben eine VLF-Anlage (Very Low Frequency) und halten zurzeit sogar den Entfernungs-Weltrekord. Wie es hieß, werden die Frequenzen insgesamt zunehmend unbrauchbar. In dicht bewohnten Gebieten sei es wenig sinnvoll, dem Hobby nachzugehen - so stark seien die Störungen, die durch abstrahlende Geräte der Unterhaltungselektronik entstehen. Die Amberger hätten aber das Glück, eine vereinseigene Clubstation optimiert zu haben, deren Umfeld störungsmäßig "sehr ruhig ist", sagte Heisel. Es schloss sich der Kassenbericht von Helmut Appel an, Florian Schmid blickte auf die Jugendarbeit zurück, die Ausbildung obliegt Heinz Schöpf. Es folgten die Berichte des Not- und Katastrophenfunk-Beauftragten Norbert Haas und des Clubstations-Verantwortlichen Thomas Höppe.

Die Neuwahl war eher Formsache. Mit jeweils einer Stimmenthaltung wurde der bisherige Vorstand bestätigt: Manfred Heisel bleibt Vorsitzende. Sein Stellvertreter heißt Franz-Josef Heimerl. Helmut Appel ist weiterhin Schatzmeister, Wolfgang Wessely macht als Schriftführer weiter. Auch die Referenten für die verschiedenen Fachbereiche wurden wiedergewählt.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft zeichnete Bezirksvorsitzender Peter Frank Wolfgang Wessely aus, der in den vergangenen Jahrzehnten diverse Ämter im deutschlandweiten Dachverband inne hatte, aber auch im Bezirksvorstand zur Verfügung stand. Wessely ist auch nach 50 Jahren immer noch mit Leidenschaft Funkamateur. Sein Interesse habe sich zwischenzeitlich aber auf ganz spezielle Amateurfunkbänder fokussiert.

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