16.05.2018 - 18:12 Uhr
Oberpfalz

Früherer Landrat Armin Nentwig feiert 75. Geburtstag Helfer in der Hauptrolle

Als wäre er noch in Amt und Würden: Bei der Feier seines 75. Geburtstags präsentiert sich der frühere Landrat Armin Nentwig voller Vitalität. Die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt meint dazu: "Es gibt normale Menschen und es gibt Armin Nentwig."

von Markus Müller Kontakt Profil

Das sei nicht respektlos, ergänzte Schmidt, die als SPD-Landesvorsitzende (1991 bis 2000) eine politische Weggefährtin Nentwigs ist. Doch während ihr eigener Scheitelpunkt überschritten sei, so die 74-Jährige, schwinge sich Nentwig ständig zu neuen Höhen auf, sei etwa mit 73 noch Vater von Zwillingen geworden. Dass sie von ihrer Scharfzüngigkeit nichts eingebüßt hat, demonstrierte die Politikerin mit ihrer Replik auf Nentwigs Bemerkung in seiner Begrüßung, er habe jetzt nur die Männer erwähnt, nicht die Ehefrauen dazu: "Ich bin sehr froh, dass ich hier als schmückendes Beiwerk noch eine Laudatio auf die wirklichen Herren dieser Welt halten darf."

Doch es war vor 200 Gästen im ACC offensichtlich, dass Renate Schmidt ein herzliches Verhältnis zu Nentwig pflegt. "Auf ihn konnte ich mich immer verlassen", sagte sie über den SPD-Zweitstimmenkönig der Oberpfalz. Sie skizzierte ihn mit zwei Sätzen umfassend: "Er hilft, wo er kann, er ist solidarisch. Und er hat immer gern eine wichtige Rolle im Leben, am liebsten die Hauptrolle."

OB Michael Cerny dankte dem früheren Stadtrat Nentwig für seinen Einsatz für die Region. "Ich habe den Armin immer als den Kümmerer erlebt." Cerny sagte "Danke im Namen von vielen, denen du geholfen hast, im Kleinen wie im Großen". Landrat Richard Reisinger (53) gratulierte seinem Amtsvorgänger als "lieben Jüngling", gegen dessen Dynamik er sich wie ein Altlandrat vorkomme. Als Nentwigs großes Verdienst nannte er: "Du hast den Bürgern des Landkreises ein Selbstbewusstsein gegeben." Dessen Ehefrau Tina wünschte Reisinger, "dass sie deinen Tatendrang stets in Geduld ertragen möge". Volker Hömberg (Weltföderation Neurologische Rehabilitation) spielte auf das "Geburtstagskind" Nentwig an: "Für die Neuro-Reha-Szene war dieses Kind ein Geschenk Gottes."

Zum Programm der Feier gehörten zudem Auftritte der Auerbacher Knabenkapelle, der jungen Tänzerinnen des Ballettstudios "Magic Shoes" sowie der Showtanztruppe der Sulzbach-Rosenberger Faschingsgesellschaft Knappnesia. Michael Koller vom Freundeskreis König Ruprecht ließ Nentwigs Leben in Versform Revue passieren und ernannte ihn zum Schluss zum Paradebayern.

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