Amberger Halbmarathon: Brendah Kebeya knackt 16 Jahre alten Rekord von Silke Fersch
So schnell wie noch nie

Start des Halbmarathons in Amberg im FC-Stadion und zugleich der bayerischen Meisterschaft. Mit 298 Teilnehmern verzeichnete das Rennen deutlich mehr Läufer als im vergangenen Jahr. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
16.04.2018
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Brendah Kebeya vom MTV Bamberg stellte in 1:16:14 Stunden einen neuen Rekord bei den Frauen auf. Bild: brü

Juni-Wetter im April, eine neue Strecke, deutlich mehr Zuschauer als sonst und eine Rekordzeit: Beim 24. Amberger Halbmarathon knackt die schnellste Frau die seit 16 Jahren bestehende Bestmarke.

Zunächst gingen 92 Läufer an die Startlinie des 10-Kilometer-Laufs. Dieser führte wie dann auch der anschließende Halbmarathon erstmals über eine veränderte Strecke. Start war in diesem Jahr dabei nicht mehr das Gelände des Siemens-Parkplatzes, gestartet wurde im FC-Stadion, wo auch das Ziel war.

Pünktlich um 10 Uhr am Sonntag schickte Bürgermeister Martin Preuß mit dem Startschuss die und Läufer auf die Strecke - bei "optimalen äußeren Bedingungen", wie Organisator Bernd Stief von CIS Amberg sagte. Das sommerliche Wetter machte sich auch beim Zuschauerzuspruch auf dem Landesgartenschaugelände bemerkbar. Suchte man in den vergangenen Jahren diese doch vergebens und nur als Einzelgruppen an der Strecke, war das Interesse in diesem Jahr gerade im Bereich zwischen ESV-Sportplatz und Stadtbrille deutlich größer. Der Beifall dürfte den ein oder anderen Läufer dann noch etwas mehr beflügelt haben. 34:56 Minuten brauchte Leopold Grimm von CIS Amberg für die zehn Kilometer durch das Landesgartenschaugelände und sicherte sich somit den ersten Platz in diesem Lauf vor dem Straubinger Markus Jobst (35:25) und Sigi Schatz (36:51) von der Skivereinigung Amberg.

Silke Fersch enttrohnt

298 Teilnehmer waren zum folgenden Höhepunkt, der 24. Auflage des Halbmarathons eingeschrieben, wobei etliche davon bei der bayerischen Meisterschaft an den Start gingen. Bernd Stief freute sich natürlich über das große Interesse, gab aber auch den Läufern den Hinweis mit auf dem Weg, dass es gerade an den Wendepunkten aufgrund der vielen Teilnehmer etwas eng werden könnte. Zeitlich gesehen dürfte diese kleine Einschränkung aber keine große Auswirkung gezeigt haben. Im Gegenteil: Bei den Frauen gab es über die 21 098 Meter einen neuen Rekord: Mit einer Zeit von 1:16:14 Stunden lief Brendah Kebeya (MTV Bamberg) als Erste über die Ziellinie und unterbot damit den 16 Jahre alten Rekord von Silke Fersch (1:20:30) aus dem Jahr 2002. Die Zweitplatzierte Maria Kerres (SWC Regensburg) blieb vier Sekunden über der geknackten Bestzeit.

Die zweifache Anmeldung für die bayerische Meisterschaft und für den Halbmarathon brachte daher unterschiedliche Ergebnisse, je nach dem, für welchen Lauf man an den Start ging. Landesmeister wurde Patrick Meilert vom Team Memmert, als Erster im Ziel war jedoch Andreas Straßner (ART Düsseldorf). Beide waren mit ihrer Leistung sehr zufrieden, wenngleich sie doch ein gutes Stück von der Rekordzeit beim Amberger Halbmarathon entfernt waren. Die stellte 2016 der Äthiopier Wondemagen Seed-Egasso in 1:08:30 Stunden auf.

19 unter 1:15 Stunden

"Es war ein sehr schneller Lauf", sagte Bernd Stief mit Blick auf die Ergebnisliste. Die ersten 19 Männer blieben unter der Marke von 1:15 Stunden. "Das spricht auch für die neue Strecke", so der Organisator. Der abschließende Dank der Offiziellen des Oberpfälzer und des Bayerischen Laufverbandess galt Bernd Stief und dem Organisationsteam von CIS und ESV Amberg. Einheitlich wurde ihnen vom Verband eine hervorragende Organisation bescheinigt, die auch im kommenden Jahr dann wieder so viele Laufbegeisterte nach Amberg ziehen sollte.
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